MES-Lösung für eine Spritzgießmaschine

Integrierte Einzelplatz-Lösung über die Maschinensteuerung bedienen

MES-Lösungen verursachen typischerweise einigen zeitlichen und finanziellen Aufwand bei der Einführung. Eine Alternative könnte eine schlüsselfertige und in die Maschine integrierte Einzelmaschinen-MES-Lösung sein.

Das MES-System ist über die Spritzgießmaschinen-Steuerung Unilog B8 zugänglich. Hauptbildschirm ist das Dashboard. © Wittmann Battenfeld

MES-Lösungen sind integraler Bestandteil von Industrie 4.0-Projekten. Sie haben sich als Informations- und Leitstellen für die Produktionsüberwachung und -planung von Spritzgießmaschinen etabliert. Die Hürden zur Installation eines MES-Programms sind jedoch hoch: Die Investitionen in Software, Nachrüstung der Maschinen mit standardisierten Schnittstellen, organisatorische Anpassung und Schulung der Mitarbeiter und die Einbindung der internen IT-Abteilung beim Aufbau des Netzwerks und zur Einhaltung der Sicherheitsanforderungen des Unternehmens sind erheblich.

Besonders Unternehmen mit einer geringeren Anzahl an Maschinen scheuen die finanziellen und technischen Aufgaben der Installation einer MES-Lösung in ihrem Werk trotz der offensichtlichen Vorteile, die solche Systeme bieten. Dazu gehören Rückverfolgbarkeit der Produktionsdaten, Berechnung der Gesamteffizienz der Anlage, Anzeige von Key Performance Indicators (KPI) zur Ursachenanalyse von Stillstandzeiten, um nur einige zu nennen. Mit der schlüsselfertigen Einzelmaschinen-MES-Lösung von Witmann Battenfeld und ihrem Partner ICE-Flex sollen diese Anfangshürden vermeidbar sei. Das System Temione läuft auf einem separaten Datenserver, der im Maschinenschaltschrank vorinstalliert und betriebsbereit ist. Eine Einbindung der IT-Abteilung ist nicht erforderlich. Damit ist auch keine externe Netzwerkkommunikation erforderlich. Sie Software arbeitet mit dem im Schaltschrank eingebauten Router zusammen. Daher ist eine integrierte Firewall, die für die Kommunikation über Standardprotokolle der Spritzgießindustrie optimiert ist, unmittelbar verfügbar. Das System kann automatisch mit den Peripheriegeräten von Wittmann 4.0 kommunizieren.

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Das MES ist auf der Unilog B8-Steuerung der Spritzgießmaschine bedienbar. Der Hauptbildschirm ist das Dashboard, das einen Überblick über die Effizienzparameter gibt. Darüber hinaus kann das erweiterte Paket Temi+, das alle Maschinen einer Fertigung abdeckt, für Spritzgießmaschinen und die Wittmann 4.0-Peripheriegeräte rund um die Maschine eingesetzt werden. Damit soll die vollständige Datenerfassung und Auswertung der Qualitätsparameter aller an der Herstellung eines Formteils beteiligten Geräte möglich sein. Die Datenaufzeichnung kann auf dem Steuerungsbildschirm gestartet werden. Die Daten werden standardmäßig auf dem integrierten Temi-Datenserver gespeichert und können bei Bedarf über einen USB-Anschluss oder eine Netzwerkverbindung zu einem Netzwerkordner transferiert werden.

Die Unterstützung von Wittmann 4.0 bedeutet, so das Unternehmen, dass sich Peripheriegeräte im Sinne von „Plug and Produce“ automatisch an der Arbeitszelle an- und abmelden. So ist die MES-Lösung immer über die Zusammensetzung einer Arbeitszelle informiert und kann die Darstellung auf dem Bildschirm und die Datenspeicherung ohne Benutzerinteraktion entsprechend anpassen. Ein weiterer Vorteil ist das Zusammenführen von Fehlermeldungen aller angeschlossenen Geräte in eine gemeinsame Fehlerliste. Darüber hinaus können Werkzeugdateneinstellungen einschließlich der Wittmann 4.0-Geräte gespeichert und abgerufen werden. Es ist auch möglich, die Einstellungen der Werkzeugdaten vor dem Herunterladen vom Temione-Server in einer Voransicht zu prüfen.
Das Paket sei sehr preiswert und ermögliche dem Unternehmen so, Daten nur für einzelne Arbeitszellen, zum Beispiel solche, die für die Automobilindustrie, die Medizintechnik oder die pharmazeutische Industrie eingesetzt werden, zu erfassen und zu speichern.

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