Nadelgreifer

Biegeschlaffe Teile sicher greifen

In der Kunststoff-, Textil- oder Dämmstoffindustrie sind regelmäßig Teile zu handeln, die mit üblichen Greifern nicht prozesssicher zu handhaben sind. Nadelgreifer sollen Abhilfe schaffen.

Aus Nadelgreifer mit der dazu passenden Hubeinheit sollen sich Greifer für Industrieroboter zusammenstellen lassen, die sicher zupacken und biegeschlaffe Materialien wie Stoff, Gewebe, Leder oder Schaumstoff an ihren Weiterverarbeitungs- oder Bestimmungsort bringen. In der Automobilindustrie können mit der Baugruppe beispielsweise Stoffe als Verkleidung auf den ABC-Säulen angebracht werden. Teppichteile werden für die Luftfahrtindustrie gegriffen und zur richtigen Stelle transportiert. Ebenso sicher packt die Gruppe Dämmelemente und Dämmstoffe.

Der Nadelhub ist präzise einstellbar, um ein Textil-Stück von einem Stapel zu greifen. Zudem ist die Stellung der Nadeln abfragbar. Das bringt die Möglichkeit, in verschiedenen Stellungen zuzugreifen – bis zu einer Breite von 40 Millimetern. Gegriffen wird gegenläufig. Der Nadelgreifer ist so positionierbar, dass die Materialien, wie Stoff, durch die normale Biegeschlaffheit nicht von den Nadeln rutschen.

Die Nadeln sind verschleißfest und identisch mit denen, die in industriellen Nähprozessen verwendet werden. Der Nadelgreifer ist hohl, damit er über die Stange des Magazins, in dem beispielsweise Stoff liegt, von oben durch tauchen kann. Im Inneren steckt eine Messingbuchse zur Führung. Da diese Buchse durch das ständige Auf- und Abfahren hohem Verschleiß ausgesetzt ist, kann sie getauscht werden und der gesamte Greifer bleibt länger funktionstüchtig.

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Bedingt durch die unterschiedlichen Anforderungen während der Aufnahme- und Einlegesituation lässt sich der Nadelgreifer mit mehreren Hubeinheiten kombinieren. Dies ist notwendig, da der Stoff entweder gespannt oder entspannt sein muss. Diese können beispielsweise über zwei Achsen miteinander arbeiten. Auf der X-Achse werden Stoffbahnen gespannt oder entspannt. In die endgültige Einlegeposition gelangt das Material via Y-Achse. Beide Achsen können drucklos geschaltet und die Position abgefragt werden. Die gesamte Hubeinheit ist über den Anschlag beliebig einstellbar und verfügt über verschiedene Standardhübe von 25 bis 200 Millimeter. Zudem liefert ein Sensor Informationen über die Position der Einheit und ermittelt, ob diese ein- oder ausgefahren ist.

Greifer und Hubeinheit werden mit dem von AGS entwickelten Prismensystem Precigrip verbunden. Da immer gegen 90 Grad geklemmt wird, erreicht die Baugruppe eine höhere Stabilität als beim üblichen Rundklemmen. Drei Varianten stehen zur Verfügung, um die Baugruppe ins System einzubringen: ebenfalls durch Prismenklemmen, Rundklemmen oder durch ein zusätzliches Aufbauteil.

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