Neue Verfahren

Expertenkreis Kleben und Oberflächentechnik

In vielen Bereichen müssen, um gewünschte Funktionen zu erreichen, Kunststoffe untereinander oder mit anderen Werkstoffen dicht verbunden werden. Verklebungen können in vielen Fällen die gewünschten Anforderungen erfüllen oder übertreffen.

Kunststoffverklebung

Aufgrund der Entwicklung geeigneter Klebstoffe wird das Kleben seit einigen Jahren zunehmend in der kunststoffverarbeitenden Industrie eingesetzt. Die niedrigen Oberflächenenergien der Kunststoffe stehen den gewünschten hochwertigen Verklebungen allerdings prinzipiell entgegen. Analysen und entsprechende Vorbehandlungen der Klebefläche sind deshalb zumeist erforderlich. Es stehen ausgereifte Methoden zur Bestimmung der Rauheit, der Oberflächenspannung und -topografie sowie geeigneter Vorbehandlungsmethoden, wie Corona, Niederdruck-Plasma, Atmosphärendruck-Plasma und Laserablation zur Verfügung.

Das SKZ in Würzburg wird aktuell der Expertenkreis „Kleben und Oberflächentechnik für Kunststoffe“ gegründet. Mit einer deutschlandweiten Herkunft von Mitgliedern und einer Fokussierung auf Kunststoffe und Kunststoffoberflächen soll der Forschungsbedarf auf dem Gebiet identifiziert und ein Austausch in der Kunststoff- und Klebebranche initiiert werden. Im Fokus werden unter anderem die Oberflächenbehandlung mit den bereits angesprochenen Verfahren sowie Klebeprozesse mit Klebstoffauswahl, Schichtdicken, strukturell flexible Klebungen und Problemen der thermischen Ausdehnung stehen. Die Oberflächenanalyse und Grenzflächenphänomene mit Probenpräparation, Rauheit, Kapillarwirkungen und Oberflächenenergie kommen ergänzend hinzu und sind wie das mechanische und physikalische Prüfen von Kunststoffen und Kunststoffverbindungen Bestandteil der Kernthemen. Zusätzlich wird das Thema Verschleiß- und Gleiteigenschaften von Kunststoffoberflächen behandelt.

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Am 1. Oktober 2015 lädt dieser neue Expertenkreis zum ersten Treffen ein. Bei Interesse an einer kostenlosen Teilnahme oder einem thematischen Vortrag im Rahmen der ersten Expertenkreissitzung ist die Kontaktaufnahme sinnvoll unter e.kraus@skz.de.

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