Automatisierung

Meinolf Droege,

Pen-Injektoren flexibel montieren

Pen-Injektoren bestehen aus mehreren Komponenten, die möglichst effizient und dabei prozesssicher montiert werden müssen. Eine flexibel anpassbare Maschine kann das automatisch oder halbautomatisch und mit verschiedenen Funktionen erledigen.

Nach dem manuellen Einsetzen der Komponenten folgt der automatisierte Montageprozess. Das Maschinenkonzept ist auf eine nachträgliche vollständige Automatisierung vorbereitet. © Optima

Als zentrales Merkmal dieser kompakten Maschinenplattform nennt Hersteller Optima das variable Montieren von Pen-Komponenten mit Kleben oder Verrasten. Je nach Pen-Typ ist die eine oder andere Funktion gefordert – die Anlage sei mit den entsprechenden Verarbeitungsstationen bereits auf beide vorbereitet und beherrsche diese ohne Formatwechsel. Die Maschine bietet zudem eine Priming-Funktion: Damit hat der Patient als Anwender des Pens die Sicherheit, sich bereits mit der ersten Dosis automatisch eine korrekte Dosis des Arzneimittelwirkstoffs zu verabreichen, er muss kein händisches Priming durchführen.

An der Rundtaktmaschine sind alle Verarbeitungsstationen integriert: Hier wird der Dosiermechanismus des Pens eingepresst. © Optima

Zudem bietet die Produktionszelle FPA die Option eines Druckers in Kombination mit 360 Grad-Labeling. Damit ist das Bedrucken und Etikettieren kundenspezifisch integrierbar. So kann beispielsweise das Etikett individuell platziert werden. Der Aufdruck wird mit Hilfe eins Kamerasystems und einer OCR-Software kontrolliert sowie der Pharmacode verifiziert. Mit weiteren In-Prozess-Pürfungen wie der Kraft-Wege-Messung und anderer Sensorik entspricht der gesamte Prozess hohen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen wie den FDA-Anforderungen 21 CFR Part 11 und Gamp 5.

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Als Maschinenplattform angelegt, lässt sich die Zelle auf Pen-Systeme unterschiedlicher Hersteller auslegen. Diese sind ähnlich aufgebaut, erfordern dennoch Anpassungen an Maschine und Software.

Auf Basis der Maschinenplattform werden darüber hinaus kundenindividuelle Anforderungen umgesetzt. Dies sind verschiedene spezifische Funktionen, die sich sofort oder nachträglich integrieren lassen. Insbesondere erhält der Maschinenbetreiber damit die Freiheit, einen zunächst halbautomatischen Prozess nachträglich zu einem automatischen Prozess auszubauen.

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