Neues Technikum

Prozesse im Material Handling simulieren

Neue Möglichkeiten für Versuche im Umfeld von Werkstofftransport und -aufbereitung bis zur Erprobung ganzer Prozesse soll ein neues Technikum in Duisburg bieten.

Im neuen Technikum lassen sich auch umfangreiche Prozesse realitätsnah abbilden. (Bild: Brabender Technologie)

Grund dafür ist laut Brabender die neue Befüllebene, auf der ein Zwei-Tonnen-Kran übliche Gebinde wie Big Bags, Silos, Fässer und Säcke handhaben kann. Vier Linien stehen gleichzeitig zur Verfügung. Zusätzlich verfügt das Technikum über einen weiteren Platz für Kleinversuche, der keine Anbindung an die Befüllebene hat sowie einen weiteren separaten Platz, der die hygienischen Bedingungen für Food- und Pharma-Anwendungen erfüllt.

Kontinuierliche Prozesse sind die Hauptdisziplin, die der Markt besonders nachfragt. Aber auch Batch-Applikationen können im Technikum in kleinem und großem Umfang nachgebildet werden. „Batch ist vor allem für hochgenaue Anwendungen interessant“, erklärt Geschäftsführer Horst Vohwinkel. Mit den neuen Möglichkeiten können die Techniker Genauigkeitstest in allen Phasen der Dosierung durchführen und so verfahrenstechnische Risiken ausschließen.

Die einzelnen Versuchsplätze können unabhängig voneinander umgerüstet werden, das schafft zusätzlichen zeitlichen Spielraum. Da jetzt komplette Prozesse simuliert werden können, erhöhe sich auch die Sicherheit der Kunden, die ihre Projekte in viel größerem Umfang praktisch testen können.

Manche Geräte erfordern Dosierversuche
Geräte, die viele unterschiedliche Materialien dosieren können und über entsprechend vielfältige Konfigurationen verfügen, erfordern teilweise Dosierversuche. Als Beispiel wird der Faserdosierer Fiberxpert genannt. Er eigne sich für sehr unterschiedliche Materialien, müsse aber auch jeweils speziell für sie angepasst werden.

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Parallel zur Technik wurde das Technikum-Team personell verstärkt, damit sich die Wartezeiten deutlich verkürzen lassen. Doch nicht nur die Kunden und ihre Prozesse profitieren. Durch die zeitliche Entzerrung kann sich das Unternehmen jetzt viel intensiver um die eigene Forschung und Entwicklung kümmern. Deshalb erwartet Horst Vohwinkel für die Zukunft kürzere Projektzeiten für Neu- und Weiterentwicklungen. Im Zeitalter der Industrie 4.0 haben die Verantwortlichen für das neue Technikum auch auf die Vernetzung Wert gelegt. Versuchsergebnisse können – unter Beachtung der Datensicherheit und Vertraulichkeitsvereinbarungen – mit den Kollegen in Kanada und China ausgetauscht werden, wo dieselbe Prüf- und Auswertungssoftware läuft. Kunden können ganz nach Wunsch virtuell zu Versuchen zugeschaltet werden oder persönlich anwesend sein.

Im neuen Gebäude haben Mitarbeiter und Kunden aus den neuen Besprechungsräumen einen direkten Blick auf „ihre“ Versuche – Fenster zum Technikum machen das möglich. In diesen Räumen können sich die Experten in Ruhe zu Ergebnisdiskussionen und Gesprächen zurückziehen.

Fakuma 2017, Halle A6, Stand 6213

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