Schaumdichtung für alle Branchen

Mit PUR-Technik dicht wie Silikon

Unter dem Namen FIP CC-Technologie (Formed-In-Place Closed-Cell) soll zur Fakuma eine Technologie vorgestellt werden, die die hohe Wasserdichtigkeit der Silikon-Welt mit den attraktiven Materialkosten der Polyurethan-Welt zusammenbringt.

Jetzt steht ein weiterentwickeltes FIPFG-Verfahren zur Verfügung, das dem automatisierten Dichtungsschäumen neue Anwendungen erschließt. Die damit applizierte Polyurethanschaumdichtung weist sehr hohe Wasserdichtigkeit auf. (Bild: Sonderhoff)

Das neue Schaumdichtungssystem Fermapor CC auf Polyurethan-Basis für Anwendungen mit sehr hohen Anforderungen an die Wasserdichtigkeit schließt laut Sonderhoff-Gruppe, die seit Juli 2017 zu Henkel gehört, die Lücke zwischen hochpreisigen, überwiegend geschlossenzelligen Materialsystemen wie Silikonschaum und günstigeren gemischtzelligen PU-Schaumsystemen. Damit biete sich Anwendern, die bislang die 1K-Technologie einsetzen, eine preiswertere Alternative.

Bei Fermapor CC handelt es sich um ein bei Raumtemperatur vernetzendes 2-Komponenten-System, das mit dem neu entwickelten Aufschäumverfahren eine überwiegend geschlossenzellige PU-Weichschaumdichtung bildet. Die Schaumstruktur ist sehr feinzellig, dicht und besonders gleichmäßig. Dank seiner Geschlossenzelligkeit nehme das Material kaum Wasser auf und sei 90 Prozent weniger luftdurchlässig als gemischtzelliger PU-Schaum. Mit einer glatten, leicht glänzenden Oberfläche mache die neue Schaumdichtung auch optisch einen wertigen Eindruck. Zudem sei sie gegenüber herkömmlichen PU-Schaumraupen deutlich widerstandsfähiger. Auch bei beschädigter Oberfläche verändere sich die Wasseraufnahme nur geringfügig. Die Dichtung erfüllt nach Angaben des Anbieters die Reach / EG-Verordnung 1907/2006 und Rohs und wird für das Abdichten von Bauteilen in der Regel bei Temperaturen zwischen -40 und 80 °C, kurzfristig bis 160 °C, eingesetzt.

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Sonderhoff hat mit der Misch- und Dosieranlage DM 402 CC für die Dosierung von Fermapor® CC eine neue Dichtungstechnologie patentiert. Der Applikationsprozess folgt dem bekannten FIPFG -Verfahren. Neu ist, dass sich der Dichtungsschaum in seiner fast vollständigen Dimension bereits kurz nach der Dosierung auf dem Bauteil zeigt. Somit lässt sich unmittelbar nach dem Dichtungsauftrag ermitteln, ob die Dichtung über die ganze Bauteilkontur in der gewünschten Höhe appliziert wurde.

Fakuma 2017, Halle A5, Stand 5109

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