Tastsinn für Roboter

Sensoren mit Applikationen für schnellere Inbetriebnahme

Eine neue Anwendungssoftware soll es vereinfachen, verschiedenen Kuka-Leichtrobotern einfacher einen „Tastsinn“ zu verleihen. Die entsprechende Sensorik wird mit vorprogrammierten Applikationen geliefert, um die Automatisierungsmöglichkeiten zu erweitern und die Inbetriebnahme zu beschleunigen.

Per Handführung wird dem Roboter beigebracht „wo es lang geht“. (Bild: Optoforce)

Mit den drei neuen Anwendungssoftwaremodulen für Handführung, Positionserkennung und Zentrierung will Optoforce Weiterentwicklungen der industriellen Automatisierung für Endanwender und Systemintegratoren von Kuka Robotern mit Nutzlasten bis 16 Kilogramm gleichermaßen erleichtern. Dazu kombiniert das Unternehmen die sechsachsigen Tastsensoren Hex-E und Hex-H mit einem Softwarepaket. Während die Sensoren den Robotern eine Taktilität, oder Feinfühligkeit, wie der Hersteller sagt, verleiht, stellt die Software diese Eigenschaft in konkreten industriellen Automatisierungsapplikationen zur Verfügung. Nach den Robotern von Universal Robots sind die Kuka-Typen bereits die zweite Fraktion, für die diese Eigenschaften zur Verfügung stehen. Die Hardware ist zusätzlich bereits mit Roboterarmen von ABB kompatibel.

Handführung, Positionserkennung, Zentrierung
Roboter lassen sich mit der Applikation Handführung leicht in eine vorgegebene Richtung oder auf einer gewählten Wegstrecke bewegen. Zur einfacheren Implementierung bietet Optoforce ein Tutorial-Videoan, das zeigt, wie man den Roboter in wenigen Schritten für die Handführung programmiert.

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Mit dieser Anwendung Pick and Place Aufgaben können Industrieroboter das Vorhandensein eines bestimmten Objekts erkennen und das Werkstück auch dann finden, wenn seine Position verändert wurde. Mit dieser Innovation lassen sich beispielsweise Pick and Place-Anwendungen flexibler und wesentlich einfacher umsetzen. In einem Video wird die einfache Einrichtung der Anwesenheitserkennung näher erläutert. Dank dem erweiterten Tastsinn kann der Optoforce-Sensor dem Roboterarm den Mittelpunkt eines Objekts zeigen. Diese Lösung funktioniert auch bei glänzenden Metallobjekten, bei denen ein Bildverarbeitungssystem Schwierigkeiten hat, die Position genau zu bestimmen. Dem Roboter hilft die die Applikation bei der Koordination in einer Vielzahl von Anwendungen, unter anderem in der Palletierung. Auch für diese Eigenschaft steht ein erklärendes Video zur Verfügung.

Auch die Funktion Zentrieren ist vorprogrammiert uns lässt sich schneller umsetzen. (Bild: Optoforce)

Für den Endanwender sollen die Applikationen neue und kostengünstige Automatisierungsmöglichkeiten mit Kuka Robotern bieten. Genannt werden Einsparungen bei der Implementierung, Prüf- und Nacharbeitsressourcen und den Fertigungskosten. Die Automatisierung komplexer und präzisionsorientierter Aufgaben, die bisher nicht möglich war, führt zu höherer Qualität und Effizienz in der Produktion. Für Systemintegratoren bedeute die Implementierung von Applikationen mit Optoforce-Sensoren dank der integrierten Software eine etwa 20 Prozent kürzere Integrationszeit mit weniger Programmier- und Dokumentationsaufwand.

Das mit den Sensoren verfügbare Softwarepaket diene als ‚Katalysator“ für die Robotersystemintegration. Die vorprogrammierten Anwendungen vereinfachen den Prozess und beschleunigen sie. Die vereinfachte Integration führe zu weniger Programmier- und Dokumentationsaufwand, so dass Systemintegratoren ihren Kunden einen schnelleren und kostengünstigeren Service bieten können.

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