Universelles Lagersystem

Werkzeugschrank goes Industrie 4.0

Werkzeuge in einem robusten Stahlschrank mit Vertikalauszügen - ähnlich einem Apothekerschrank - zu lagern war eine Idee, die sich durchgesetzt hat. Inzwischen ist daraus ein breites Angebot an Schränken auch für andere industrielle Anwendungen geworden - bis zur Möglichkeit, ihn in automatisierte Systeme einzubinden.

Das Prinzip des Apothekerschranks – ursprünglich für Werkzeuge entwickelt, heute als universelles Lagersystem mit vielerlei Optionen auf kleinem Raum. © Apfel

Den 10 000. Werkzeugschrank hat das Unternehmen Apfel nach eigenen Angaben nun, kurz nach dem 30jährigen Unternehmensjubiläum, produziert. Auch die zu diesem Anlass entwickelte spezielle Edition ist mit Einrichtungskomponenten vieler anderer Hersteller kombinierbar.

Das Prinzip der senkrecht verbauten Auszüge sammelt mit seiner effektiven Raumnutzung und dem beidseitigen Zugriff überall Pluspunkte, wo viele verschiedene Teile auf geringer Fläche untergebracht werden müssen, auch bei hohen Gewichten. Die übersichtliche Anordnung und gute Erreichbarkeit aller Artikel sind auch im Warenlager, in der Montage und der Instandhaltung interessant. Das Sondermodell zum Jubiläumspreis bringt mit seiner Komplettbestückung auf 800 Standard-Lagerkästen auf nur etwa 1 Quadratmeter Grundfläche unter. Stabile, verschraubte Fachböden sollen sie passgenau und sicher halten.

Die Bauweise der Vertikalauszüge aus 3 Millimeter-Stahlblech sowie mitlaufende Räder, die für leichten Lauf und sichere Führung sorgen sollen, erlauben 900 Kilogramm Traglast pro Auszug. Bei einer Frontbreite von rund einem Meter können somit große Mengen Schrauben, Kleinteile und C-Artikel staubarm lagern oder den kompletten Betriebsbedarf von mehreren Montageplätzen vorhalten.

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Doppelreihige Lagerkästen für die Bevorratung nach dem Kanban-Prinzip auf stabilen, passgenauen Fachböden. © Apfel

Mit seinen doppelt gestapelten Lagerkästen, die für die entsprechende Beschriftung mit Einschubleisten versehen sind, eignet sich der Schrank auch als Pufferlager für die Bevorratung nach der Kanban-Methode. Das verbrauchsorientierte System kann die Lagervorräte und die damit verbundenen Kosten bis auf die Hälfte reduzieren, ohne den gewohnten Materialfluss einzuschränken.

Alle Schrankvarianten, die in verschiedenen Höhen, Breiten, Tiefen und Auszugsvarianten angeboten werden, sind abweichend vom Standard in RAL-Farben und Farbkombinationen erhältlich.

Dank verschiedener Auszugsvarianten und unterschiedlichen Bestückungen wird der WKS zum universell nutzbaren Lagerplatz, der sich dem Bedarf entsprechend konfigurieren lässt. Mit seinen Werkzeughaltern bietet er Lösungen für nahezu alle in der metallverarbeitenden Industrie verwendeten Werkzeuge, wie Fräser, Bohrer, Abkantwerkzeuge, Stanzwerkzeuge und Rüstkassetten. Auch Lochblechwände, Böden, Schüttgutwannen und Halter für Arbeitsunterlagen finden sich im Programm. Da Fachböden, Halter, Wannen und alle anderen Zubehörteile einzeln erhältlich sind und im Raster mit 25 Millimeter Lochabstand montiert werden können, lässt sich der Werkzeuschrank jederzeit an veränderte Bedingungen anpassen. Aufgrund der Stahlblech-Konstruktion lassen sich die Seiten- und Rückwände mit Magnethaltern auch als Infoboard oder variable Stückliste nutzen.

Zur Aufnahme einer Putzstation mit Besenhaltern und Ablagemöglichkeiten für Reinigungsmittel sind sie ebenfalls geeignet. Der verschraubte Deckel wird von Anwendern gerne als Träger für Filteranlagen oder Klimaaggregate genutzt, da so auf eine gesonderte Unterkonstruktion verzichtet werden kann. Integrierte Transporttaschen ermöglichen das einfache Verfahren im Leerzustand mit Hubwagen oder Gabelstapler, so dass ein Umzug, ein Umbau oder der Wechsel des Einsatzortes keinen größeren Transportaufwand erfordert.

Über den zum Klassiker gereiften Original Werkzeugschrank hinaus bietet Apfel rund 600 Produkte, vom kompatiblen Werkstattwagen über platzsparende Arbeitsinseln und Schweißplätze bis zum per Mobiltelefon gesteuerten Lagerturm mit 66 Tonnen Gesamtkapazität. Der neuesten Anforderungen der Industrie 4.0 folgend, geht man mit der Verbindung von Lagerturm und Roboter den ersten Schritt in Richtung vollautomatisierter Produktion.

Konstruiert und gefertigt wird nach Unternehmensauskunft ausschließlich in eigenen Betriebsstätten im süddeutschen Dossenheim.

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