Verpackungstechnik

Kunststoffschweißen mit Heißluft

Neue Schweißgeräte, -automaten, -maschinen, Lufterhitzern sowie leistungsstarken Infrarotstrahler zum Verschweißen, Fügen und Erhitzen von Kunststoffen lassen sich teilweise während der K-Messe live testen.

Heizeinheit –Sealing Unit – beim Verschweißen von Getränkekartons. © Leister

Ein weniger im Fokus stehende, aber großvolumige Anwendung ist das Verschweißen der Materialien für von Getränkekartons, wie sie unter der Marke Tetra Pack bekannt sind. Aktuelle Trends in der Gesellschaft wirken sich auch hier aus: Bisher verwendete fossile Energieträger für das Erzeugen der Wärme beim Schweißen wird durch Strom aus nachhaltiger Quelle ersetzt.

Leister trägt diesem Trend Rechnung und bietet zum Verschweißen der Längsnaht von Getränkekartons effiziente elektrische Heißluftsysteme an, so genannte Sealing Units. Diese ersetzen die bisher verwendeten Gasbrenner. Und das Verschweißen mit Heißluft habe einen weiteren Vorteil: Das Oxydieren von Polyethylen entlang der Schweißstelle wird vermieden.

Schlüsselfertiges Lasersystem für verschiedene Schweißkonzepte. © Leister

Verschiedene Laserschweißkonzepte für industrielle Anwendungen sollen sich während der K-Messe an einem praktischen Beispiel - einem ausrollbares Maßband, Rollmeter - ausprobieren lassen. Im Einsatz dafür sind Handarbeitsplätze mit dem Lasersystem WS-AT und Table-Top-System TTS. Der Rollmeter ist für die Anwendung verschiedener Schweißkonzepte designt. Bei seiner Herstellung wird demonstriert, wie die Bauteile mit den beiden Verfahren zuverlässig und präzise miteinander verschweißt werden.

Anzeige

Als weitere Technologie ist die Wärmeerzeugung mit Infrarottechnik im Einsatz: Das Unternehmen Krelus seit April 2018 Teil der Leister Gruppe, entwickelt und liefert kundenspezifische Infrarot-Lösungen. Aufgrund der Folientechnologie werde Wärmeverlust an der Rückseite des Strahlers effizient vermieden und Kühlung sei nicht erforderlich. Außerdem müssen weder Glas noch Keramik aufgeheizt werden, wodurch der Strahler schnell reagiere. Neben der präzisen Regelbarkeit der Oberflächentemperatur des zu erwärmenden Produkts ist vor allem das schnelle Aufheizen und Abkühlen ein großer Pluspunkt. Damit kann der Strahler auch bei kurzen Produktionsunterberechnungen ausgeschaltet werden, was Energie und Kosten spart.

K 2019, Halle 11, Stand D22

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Radial-Optik 68

Runde Lösung für das Schweißen

Zur Fakuma ist eine neue Variante der Radial-Optik angekündigt, um rotationssymmetrische Kunststoff-Bauteile bis 68 Millimeter Durchmesser simultan verschweißen zu können. Beim Radialschweißen wird aus einem punktförmigen Laserstrahl ein Ring...

mehr...

Ultraschallschweißen

Digitaler Zwilling spart Zeit

Mit einer neuen Maschinengeneration wird das Thema Digitalisierung und Visualisierung beim Ultraschallschweißen in den Mittepunkt gerückt. Eine neue übersichtliche Steuerungsplattform soll Prozesseinrichtung, Produktion und Wartung erleichtern.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Simulation

Digital Twin einer Spritzgießmaschine

Besucher der K-Messe konnten den digitalen Zwilling einer Spritzgießmaschine erleben. Mit ihm können Maschinenhersteller die Entwicklungszeit verkürzen, eine virtuelle Inbetriebnahme durchführen oder Anwender schulen.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Montagetechnik

Fügen per Heizelementschweißen

Beim Heizelementschweißen werden die einzelnen Teile mithilfe einer Heizplatte miteinander verschmolzen. Das Verfahren eignet sich für verschiedene Anwendungen und ergänzt beispielsweise das Ultraschall- und das Vibrationsschweißen.

mehr...