Beschleunigungssensor

Katja Preydel,

Verringerter Messschwellwert für die Vibrationsüberwachung

Das Messen von Mikrovibrationen ist in vielen technischen Bereichen unerlässlich: Genaue GPS-Daten hängen von stabil laufenden Satelliten ab. Automobilentwickler benötigen NVH-Tests (Noise, Vibration and Harshness), um die Leistung, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit von Fahrzeugen zu optimieren. Da Mikrovibrationen im Mikro-g-Bereich auftreten, ist für solche Anwendungen eine hochempfindliche Messkette mit sehr geringem Rauschen essenziell.

Der IEPE triaxiale Beschleunigungssensor 8763B050 verfügt über einen um 27 Prozent verringerten Schwellwert zur Messung von Mikrovibrationen. © Kistler Gruppe

Der IEPE (Integrated Electronics Piezoelectric) triaxiale Beschleunigungssensor 8763B050 ist der bewährteste Sensor von Kistler für diese Messungen. Er überwacht die Vibration in drei zueinander senkrechten Achsen. Der Messschwellwert bestimmt dabei die kleinstmögliche Schwingung, die vom Sensor zuverlässig erfasst wird. Laut Kistler liegt der Schwellwert des 8763B050, dank einer verbesserten Elektronik, bei nur 0,00029 g im Vergleich zum vorherigen Wert von 0,0004 g.

Raumfahrtingenieure messen Mikrovibrationen, um die Satellitentechnik zu verbessern. © Kistler Gruppe

Sensoren des Typs 8763B bieten laut Hersteller einen breiten Frequenzbereich in allen drei Raumachsen, wodurch sie sich gut für dynamische Vibrationsmessungen eignen – insbesondere bei leichten Strukturen. Der Sensor zeichne sich zudem durch sein leichtes, hermetisch abgedichtetes Titangehäuse aus und verfüge dank der Scherelementtechnologie über eine geringe Basisdehnungsempfindlichkeit. Darüber hinaus sorge ein 4-poliger, keramikisolierter Miniaturstecker für Langzeitstabilität über einen großen Temperaturbereich hinweg.

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Modalanalyse im Flugzeugbau, um die Schwingungen der Flügel zu begrenzen © Kistler Gruppe

Für Unterwasser-Vibrationstests mit bis zu 10 bar ist eine Variante mit integriertem Silikonkabel erhältlich. Die Sensoren der 8763B-Familie lassen sich dank drei 5-40-Gewindebohrungen entweder per Klebebefestigung oder durch flexible Bolzen an den Prüfobjekten installieren. Dies ermögliche es den Anwendern, alle Befestigungsseiten des würfelförmigen Sensors zu nutzen und sorge für eine zuverlässige Befestigung bei der Kalibrierung der einzelnen Achsen.

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