Wittmann auf der Swiss Plastics Expo

Annina Schopen,

High-Tech mit Bio-Bausteinen und Robotik

Die Wittmann-Gruppe stellt auf der Swiss Plastics Expo eine vernetzte Spritzgießzelle, auf der Bio-Bausteine hergestellt werden, sowie ihre neuesten Entwicklungen im Bereich der Roboter und Peripheriegeräte vor.

Entnahme der Teile mit Wittmann-Roboter W918 © Wittmann

Mit einer Ecopower 110/350 mit der neuen Steuerung B8X, ausgeführt als Insiderzelle, wird mit einem 8-fach-Werkzeug der Firma Bioblo, Österreich, ein Bio-Baustein aus Fasal hergestellt. Fasal ist ein von der Firma Fasal Wood, Österreich, entwickeltes und produziertes Compound aus Holzmehl und Post-Industrial Polypropylen der Firma Borealis, Österreich. Die Anlage ist als Insiderzelle ausgeführt, das heißt, der Wittmann-Roboter W918, ein Förderband, eine Wittmann-Zahnwalzenmühle vom Type S-Max 3 als auch das Schutzgehäuse sind in die Produktionszelle integriert.

Komplettiert wird die Anlage durch ein Dosiergerät Gravimax G14 und einen Trockenradtrockner Aton plus 120. Der Roboter und alle Peripheriegeräte können über die Maschinensteuerung B8X programmiert und bedient werden. Hieraus ergeben sich Vorteile, wie die Möglichkeit zum vereinfachten Anlagenstart, ein vereinfachtes Datenmanagement (gemeinsame Datensicherung für Werkzeugdaten, Geräteeinstellungen und Roboterprogramm) oder Bewegungssynchronisationen zur Zyklusoptimierung.

EcoPower 110 © Wittmann

Die gespritzten Teile werden inklusive Anguss mittels des Roboters W918 entnommen. Die Angüsse werden direkt in die Mühle S-Max 3 befördert, dort vermahlen und das Mahlgut anschließend, ohne erneutes Trocknen, direkt in den Prozess zurückgeführt. Die fertigen Teile werden auf das integrierte Förderband abgelegt und können von den Messebesuchern mitgenommen werden. Um die Qualität der Teile sicherzustellen, kommen neben dem Anwendungssoftware-Paket HiQ Flow die Software-Pakete HiQ Metering zum aktiven Verschließen der Rückstromsperre sowie HiQ Melt zur MFI Bestimmung zum Einsatz. Der resultierende MFR (Melt Flow Rate) gibt Auskunft über die Fließfähigkeit des Materials.

Anzeige

Roboter und Peripherie

Neben dem in die Spritzgießzelle integrierten Roboter sowie der angeschlossenen Peripherie zeigt Wittmann auch einen Roboter sowie weitere Peripheriegeräte als Stand-Alone-Lösungen.

Ansicht des neuen kompakten WX128-Roboters mit A-C Servoachse © Wittmann

Beim Roboter handelt es sich um das neueste Modell der WX-Roboter- Serie, einen WX128. Besonders interessant sei an diesem Roboter der neuentwickelte kompakte Schaltschrank an der Z-Horizontalachse. Dieser zeichne sich durch einen um 30 % verkürzten rückwertigen Aufbau aus. Gerade bei kleinen Spritzgießmaschinen sei es nun möglich, eine kompakte Schutzeinhausung zu realisieren, unter anderem ermöglicht durch eine innenliegende Antriebseinheit und Verkabelung. Der WX128 setzt auf ein bewährtes Riemenantriebskonzept an allen linearen Hauptachsen. Ausschlaggebend dafür waren die hohe Dynamik als auch die minimalen Geräuschemissionen und die einfache Wartung.

Darüber hinaus wird den Besucher:innen eine Auswahl an Peripheriegeräten vorgestellt, darunter ein Einkreis-Temperiergerät der Type Tempro plus D160 mit Speeddrive oder ein Card 20S Drucklufttrockner mit einem Vacujet-Fördergerät mit Filterabreinigung.Außerdem präsentiert Wittmann seine M8-Netzwerksteuerung für Zentralförderanlagen als auch seine breite Palette an Durchflussreglern.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Automatisierung

Engel erweitert Roboterwerk Dietach

Mit einem Investitionsvolumen von rund 11 Millionen Euro stärkt Engel die Roboterfertigung am Standort Dietach in Oberösterreich. In zwei Bauabschnitten werden die Produktion, Logistik und Lehrwerkstätte sowie das Bürogebäude erweitert und...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige