1 von 13

Die Preisträger des Plagiarius 2014

Knapp vorbei ist auch daneben

Und wenn sich die Fälscher noch so viel Mühe geben - in aller Regel reichen sie an die Qualität der Originale nicht heran. das stellte schon Rido Busse fest, als er auf der Frühjahrsmesse im Jahr 1977 das Plagiat der Brief- und Diätwaage Nr. 8600 der Firma Soehnle-Waagen aus Murrhardt entdeckte. Das Original war von seinem Unternehmen entwickelt und 1965 von Soehnle auf den Markt gebracht worden. Allerdings täuschte das nahezu perfekt imitierte Äußere über die mangelhaften "inneren Werte" hinweg: Das Plagiat hatte gegenüber dem Original deutliche technische Schwächen.

Das ist bis heute so geblieben. So zeigt auch der Verband deutscher Werkzeug-Hersteller regelmäßig Handwerkzeuge, die äußerlich den Qualitätsoriginalen entsprechen - einschließlich GS- und/oder VDE-Zeichen - deren Einsatz aber im besten Fall mit einem Totalschaden des Werkzeugs endet.

Erheblich weiter fasst die Aktion Plagiarius das weltweite Unwesen des Diebstahls von Design- und Konstruktionsleistungen: Die Plage mit den Plagiaten mündet in den regelmäßig vergebenen Plagiarius. Die mit der durchaus zweifelhaften Ehre Ausgezeichneten finden Sie hier in unserer Bildergalerie.

Meinolf Droege

Die Jury traf sich am 11. Januar 2014 und vergab drei Hauptpreise, drei Sonderpreise und sieben gleichrangige Auszeichnungen aus insgesamt 51 Einsendungen.

Bildrechte: Aktion Plagiarius e.V.

1 von 13