KraussMaffei bei Lanxess China

Annina Schopen,

Hightech-Compounds für die E-Mobilty in China

Die E-Mobility-Branche in China boomt, die Nachfrage nach Hightech-Compounds für Leichtbauanwendungen steigt. Daher hat der Chemiekonzern Lanxess seine Compoundierkapazitäten in China ausgebaut. Als Maschinenlieferanten für den Standort in Changzhou wählte Lanxess die KraussMaffei Extrusion.

Turnkey-Compoundieranlage von KraussMaffei am Produktionsstandort von Lanxess in Changzhou © KraussMaffei

„Wir haben für den chinesischen Produktionsstandort von Lanxess in Changzhou eine leistungsstarke Turnkey-Compoundieranlage ausgelegt, installiert und bereits in Betrieb genommen“, erklärt Dieter Brunner, Key Account Manager bei KraussMaffei Extrusion, und freut sich, dass „wir auch für die zweite Linie den Zuschlag erhalten haben. Diese soll dieses Jahr geliefert werden und die Compoundierkapazitäten nochmals um 30 000 Jahrestonnen erhöhen.“ Ziel des Chemiekonzerns Lanxess war es, seine Produktionsleistung für die beiden Hightech-Kunststoffe der Marken Durethan und Pocan in China deutlich auszubauen. Sobald die zweite Linie von KraussMaffei installiert ist, verfügt das Unternehmen nach eigener Angabe über eine Gesamtkapazität von 110.000 Jahrestonnen für Compounds auf Basis von PA 6, PA 66 und PBT an seinen beiden Standorten in Changzhou und Wuxi.

Komplettanlagen für Hightech-Compounds

„Für die bereits produzierende Compoundierlinie bei Lanxess in China haben wir das komplette Engineering von der Stahlkonstruktion über alle Up- und Downstream-Komponenten bis zur Förderung in die Fertigproduktsilos übernommen“, unterstreicht Dieter Brunner, der nicht nur sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit Lanxess, sondern auch mit dem Support durch die chinesischen Kollegen ist. „Das Projekt belegt eindrucksvoll, wie fruchtbar die Zusammenarbeit unseres Hauses mit unseren chinesischen Kollegen ist, insbesondere vor dem Hintergrund schneller Vor-Ort-Reaktionszeiten, kultureller Unterschiede und sprachlicher Barrieren.“

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Mittlerweile ist die Inbetriebnahme der Compoundieranlage abgeschlossen. © KraussMaffei

Während es sich bei der ersten Linie um eine Compoundierlinie mit Zweischneckenextruder ZE 110 UT handelt, entschied sich Lanxess bei der Bestellung der zweiten Linie zwar wieder für eine Komplettlösung, diesmal jedoch mit einem Zweischneckenextruder aus der neuesten Serie, einem ZE 98 Blue Power. Die Entscheidung für den Blue-Power-Extruder fiel nach Compoundierversuchen mit spezifischen Lanxess-Rezepturen im KraussMaffei-Technikum in Hannover.

Herstellung unterschiedlicher Compounds

Auf den Anlagen von KraussMaffei Extrusion produziert Lanxess in China PBT- und PA-Compounds mit Glasfaser-Gewichtsanteilen zwischen 5 und 60 Prozent, die in erster Linie in der boomenden E-Mobility-Branche zum Einsatz kommen. Für die beiden Matrixwerkstoffe Polyester beziehungsweise Polyamid steht je ein optimierter Schneckensatz zur Verfügung, der bei einer Umstellung nur ausgetauscht werden muss, um Rüstzeiten zu minimieren. Außerdem wird die zweite, genau wie die erste Produktionslinie, sowohl mit einer optimalen Verschleißschutzausrüstung versehen als auch mit flexibel einsetzbaren Dosier-, Seitenfütter- und Entgasungseinheiten, so dass sich verschiedene Rezepturen problemlos realisieren lassen.

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