Kunststoffe aufbereiten

Schmelzefilter für Feines und Grobes

Auch mit hohen Verschmutzungsanteilen soll es ein Schmelzefilter aufnehmen, der in mehreren Baugrößen mit Nenndurchsätzen bis 6000 Kilogramm pro Stunde arbeitet.

Der Einsatzschwerpunkt der EFR-Typenfamilie eher bei grob verschmutzter Ausgangsware. © Ettlinger

Als entscheidende Kennzeichen der ECO- und der als auch der ERF-Filtertypen nennt Hersteller Ettlinger die kontinuierliche und nahezu unterbrechungsfreie Funktionsweise. Dieser Vorteil ergibt sich aus dem Einsatz des zylindrischen, rotierenden Filtersiebs mit konischen Bohrungen und dem darauf gleitenden Abstreifer, der die zurückgehaltenen Verunreinigungen mit jeder Umdrehung zuverlässig von der Schmelze trennt und einer Austragseinheit zuführt. Dadurch setze sich der Filter auch im wochen- und monatelangen Betrieb nicht zu. Das Ergebnis sei hohe Druckkonstanz mit erheblichen Vorteilen für sensible Anwendungen wie die Folien-, Platten- oder Rohrextrusion oder auch bei nachgelagerter Strang- oder Unterwassergranulierung. Zusätzlich sorge das spezielle Austragsprinzip für die branchenweit niedrigsten Schmelzeverluste, die zu geringen Betriebskosten und dadurch zu kurzen Amortisationszeiten beitragen.

Die Schmelzefilter der ECO-Serie sind für leicht fließende Materialien wie PET und PA mit Verschmutzungsgraden bis 1,5 Prozent ausgelegt, eignen sich aber auch für die Filtration von Polyolefinen und Polystyrolen. In zwei Baugrößen angeboten, erreichen sie maximale Durchsätze von 1000 oder 3000 kg/h. Typische Anwendung ist die Herstellung von PET-Verpackungsbändern, -Folien und -Platten, die Faserherstellung und das PET-Flaschenrecycling. Compoundeure setzen die ECO Filter ein, um Gele oder Agglomerate aus Neuware abzutrennen. Speziell das Recycling von PET-Verpackungsbändern und die Integration der Schmelzefilter direkt in PET-Thermoformlinien erweisen sich dabei als attraktive Wachstumsbereiche.

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Die ERF-Typenreihe eignet sich zur Filtration hochverschmutzter Polyolefine und Polystyrole sowie von Styrolcopolymeren, TPE und TPU. Dabei trennen sie Fremdstoffe wie Papier, Aluminium, Holz, Elastomere oder höher aufschmelzende Kunststoffe bei Verschmutzungsgraden bis 18 Prozent zuverlässig ab. Zu den typischen Anwendungen gehört das Aufbereiten von Post-Consumer-Kunststoffabfällen, die hohe Anteile an Aluminium, Gummi oder Silikon enthalten können. Weitere Einsatzbereiche sind das Automobil-Recycling, wo diese Filter beispielsweise Lackanteile aus dem Rezyklat entfernen, sowie die Aufbereitung von Kühlschrank- und Elektronikschrott. Die ERF Schmelzefilter sind in drei Baugrößen verfügbar und erreichen Durchsatzleistungen bis 6000 kg/h. Der neue Typ ERF350 ist die erste Variante einer deutlich leistungsgesteigerten Generation. Abhängig von der Materialart, dem Verschmutzungsgrad der Schmelze sowie der gewählten Filterfeinheit erreicht er laut Hersteller die maximale Durchsatzleistung von 3800 kg/h – rund 28 Prozent mehr als sein Vorgänger, der ERF250 – bei gleicher Filterfläche, demselben geringen Platzbedarf und einer ebenfalls hohen Energieeffizienz.

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