Laborkneter

Kleiner Kneter mit vier Flügeln

Als Messeneuheit wurde zur NPE 2012 der vierflügeligen Labor-Ko-Kneter MX 30 gezeigt. Der Laborkneter mit nachfolgender Austragsschnecke ist ausgelegt für Durchsätze von 5 bis 25 kg/h und Produktmengen ab 300 Gramm.

Bei geöffnetem Gehäuse und niedriger Schneckendrehzahl lässt sich die Arbeitsweise des Ko-Kneters – eine Überlagerung von Rotation und Oszillation der Schnecke im Knetergehäuse – gut beobachten. Dabei ist unmittelbar zu sehen, wie beim vierflügeligen Ko-Kneter die Kombination von Längs- und Quermischwirkung eine hohe Mischqualität ergibt.

Mit dem MX 30 – maximale Schneckendrehzahl 800 min–1 und 30 Millimeter Schneckendurchmesser – steht für Forschung und Entwicklung ebenso wie zur Prozess- und Rezepturoptimierung laut Hersteller erstmals ein Laborkneter in Vierflügel-Technologie zur Verfügung. Wie die größeren Anlagen der Baureihe eigne er sich besonders zum Aufbereiten von temperatur- und scherempfindlichen Kunststoffen sowie zum Herstellen hochgefüllter Compounds. Typische Anwendungen bei den unterschiedlichen Kabelcompounds seien halogenfrei flammgeschützte Kabelmassen (HFFR). Beim Aufbereiten muss die Compound-Temperatur zuverlässig unter 180 °C bleiben – darüber beginnt die Zersetzung des Flammschutzmittels ATH (Aluminiumtrihydrat; Al(OH)3), das in Mengen zwischen 55 und 70 Gewichts-Prozent in den Basiskunststoff eingearbeitet wird.

Anzeige

Peroxidisch vernetzbares Polyethylen (XLPE) zur Kabelisolation begrenzen die Maximaltemperatur beim Compoundieren auf 125 °C, weil darüber bereits der Peroxid-Zerfall und die Vernetzungsreaktion einsetzen können.

Das flüssige Silan in Silan-vernetzbare Kabelcompounds wird durch einen speziellen Bolzen direkt in die Kunststoffschmelze eingespritzt. Diese Werkstoffe werden bevorzugt zur Isolierung von Niederspannungskabeln eingesetzt und enthalten immer häufiger zusätzlich einen Flammschutz. Halbleitende Polyolefincompounds für Energiekabel, die bis zu 40 Gewichts-Prozent Leitfähigkeitsruß enthalten benötigen eine zuverlässige Zuführung des Rußes ohne Zerstörung seiner Struktur und er muss mit geringer Scherung homogen in die Kunststoffschmelze eingearbeitet werden.

Umfangreiches Zubehör wie Dosierungen für die Materialzufuhr oder unterschiedliche Granulierungen, erweitern den Labor-Ko-Kneter zu einer vielseitig anwendbaren, kompletten Klein-Compoundierlinie, mit der sich, neben dem Einsatz bei Entwicklungsaufgaben, auch Mustermengen für Kundenversuche oder Compounds in kleineren Losgrößen produzieren lassen.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Kleinkneter MX 30

Kleiner Kneter mit vier Flügeln

Speziell für Entwicklung und Bemusterung angeboten wird ein neuer „Laborkneter“, der dank spezieller Konstruktion zu hoher Mischungsqualität führen soll.Durchsätze von 5 bis 25 kg/h und Produktmengen ab 300 Gramm sind laut Anbieter das...

mehr...
Anzeige

Unterwassergranulierung

UWG für mittlere Leistungen

Nikrodur statt Ferro-Titanit für die Lochplatte. Erstmals setzt Coperion in der Unterwassergranulierung von Polyolefinen eine groß dimensionierte Lochplatte aus einem hoch abrieb- und zugleich korrosionsfesten Werkstoff ein, der die Standzeiten...

mehr...

Granulierung

Granulieren ganz nach Bedarf

Verschiedene Granuliersysteme, von der Laboranlage mit der Wahlmöglichkeit zwischen Luft- und Unterwasser-Granulierung bis zur Produktion von Mikrogranulat, waren Thema während der K 2016 – mit teilweise interessanten Innovationen.

mehr...

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Kunststoff Magazin Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite