Schmelzefilter

Schmelzefilter für hohe Verschmutzungsgrade

Für die Aufbereitung von Recycling-Kunststoffen eingesetzt werden soll ein spezieller Filter, der laut Hersteller mit bis zu 18 Prozent Störstoffanteil zurecht kommt.

In zwei Leistungsstufen mit nominellen Durchsatzmengen bis 1000 und bis 2200 kg/h, abhängig von Materialtyp, Verschmutzung und Filterfeinheit sind die zur Fakuma präsentierten Filter verfügbar. In ihnen durchströmt die Schmelze eine drehende Filtertrommel. Die in der Schmelze enthaltenen Partikel hebt ein tangential angestellter Abstreifer über die gesamte Trommelbreite ab und leitet sie einer Austragsschnecke mit großer Förderrate zu. Der Anstelldruck des Abstreifers und die Filterdrehzahl werden abhängig vom Schmelzedruck geregelt. Mit dieser permanenten Selbstreinigung der Trommel wird laut Hersteller die größtmögliche, konstante offene Filterfläche erzielt, größer als bei jedem scheibenförmigen Filterkonzept. Damit biete dieses System das Potenzial, auch höhere Partikelgehalte in der Schmelze, beispielsweise Papier, Lackpartikel aus dem Recycling von KFZ-Kunststoff-Komponenten, Elastomer-Partikel oder auch bis zu 18 Prozent Aluminium zu verkraften, ohne zuzusetzen. Gleichzeitig werde vergleichsweise wenig Kunststoffschmelze zum Partikelaustrag benötigt. Als Richtwert gilt: Ein Prozent Verschmutzung erfordert ebenso rund ein Prozent Kunststoffschmelze, mit sinkender Tendenz bei höheren Verschmutzungsgraden, bei 18 Prozent Aluminium-Flakes werden demnach mit 10 bis 12 Prozent Schmelze abgetrennt. Ein weiterer Effekt der konstant großen, offenen Filterfläche seien die geringen Druckschwankungen am Ausgang des System, die lediglich ±2 bar betrage und somit je nach Anwendung auch den Einsatz einer nachgelagerten Schmelzepumpe in einem Extrusionssystem ersparen könne. Die Filtersiebe werden in acht Feinheitsstufen von 80 bis 1000 Mikrometer angeboten.

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Der geringe Druckverlust und die große Einsatzbandbreite bieten, so der Hersteller, gute Voraussetzungen für den Einsatz innerhalb von Extrusionslinien, aber auch im Spritzguss mit zweistufigen Einspritzsystemen. Letztere bestehen aus einem Extruder, der in einen Schmelzespeicher fördert, von dem aus die Schmelze über ein Kolbenaggregat in das Spritzgießwerkzeug eingespritzt wird. Um die Direktverarbeitung von Recyclingmaterial auf der Spritzgießanlage zu ermöglichen, wird das Filtersystem zwischen Extruder und Schmelzespeicher eingebaut.


Fakuma, Halle A6, Stand 6216

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