Unterwassergranulierung

UWG für mittlere Leistungen

Nikrodur statt Ferro-Titanit für die Lochplatte. Erstmals setzt Coperion in der Unterwassergranulierung von Polyolefinen eine groß dimensionierte Lochplatte aus einem hoch abrieb- und zugleich korrosionsfesten Werkstoff ein, der die Standzeiten verdoppeln soll.

Mit Durchsätzen von 60 bis 70 t/h schließt die neue eine Lücke zwischen den bisherigen Baugrößen. Eine Nachrüstung kleinerer Anlagen ist möglich. (Bild: Coperion)

Die Unterwassergranulierung des Typs UG 750W überbrückt laut Anbieter als wirtschaftlich attraktive Lösung den bisherigen Leistungsabstand zwischen der sehr häufig in PE-Applikationen eingesetzten Unterwassergranulierung UG 750 mit maximal von 55 t/h Durchsatz und der sehr viel größeren UG 1000 für Durchsätze bis 82 t/h. Sie basiert, wie die Typbezeichnung vermuten lässt, auf der kleineren Variante, ist aber mit der verbreiterten Schneidefläche der größeren ausgerüstet. Somit kommen für das System Lochplatte-Messer und für die mechanischen Komponenten Messerwellenlagerung, Granulierhaube und Antriebsstrang bereits bewährte Komponenten zum Einsatz. Aufgrund der Verbreiterung des Schneidkreises und einer optimierten Anordnung der Produktbohrungen wurde deren der 750 um knapp 27 Prozent erhöht und damit der gesteigerte Durchsatzbereich erreicht.

Dank der Verwendung von Produkten aus dem bestehenden Portfolio bietet sich auch die Möglichkeit, den Durchsatz bei bereits laufenden Anlagen des Typs 750 deutlich zu steigern. Dazu sei lediglich der Tausch weniger Bauteile erforderlich. Damit bleibe der technische und wirtschaftliche Aufwand sehr überschaubar.

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Für die große Lochplatte setzt Coperion erstmals den neuen, zusammen mit DEW Deutsche Edelstahlwerke entwickelten Verschleißschutzwerkstoff Nikrodur ein. Gegenüber herkömmlichem Ferro-Titanit biete dieser pulvermetallurgisch hergestellte Metallmatrix-Verbund eine um mindestens 50 Prozent höhere Verschleißfestigkeit und eine um mehr als ein Drittel höhere Korrosionsfestigkeit. Die um ein Fünftel reduzierte Wärmeleitfähigkeit verbessere den thermischen Haushalt der Lochplatte und die Schneidfähigkeit auch bei niederviskosen Schmelzen. Zudem erlaubt die Wärmeausdehnung von Nikrodur eine optimierte Anordnung der einzelnen Verschleißschutzsegmente. In Pilotanwendungen seien mit dieser neuen Ausrüstung Verdoppelungen der Standzeiten gegenüber dem bisherigen Stand der Technik realisiert worden.

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