Keballoy 3D

3D-Kunststofftechnologie für Individualität in der Autoindustrie

Karosserieteile mit 3D-Effektlackierung im „Σtos“. Individualisierung trotz Serienfertigung ist in der Automobilindustrie ein Trend. Mit Hilfe einer neuen Technologie können den Kunden solche Angebote künftig verstärkt gemacht werden.

Der Versuchsträger des Schweizer Unternehmens Rinspeed dient auch zur Realisierung neuer Individualisierungsmöglichkeiten. (Bild: Rinspeed)

Die Keballoy 3D-Technologie von Barlog Plastics soll Unternehmen individuelle Effektlackierungen mit 3D-Effekt für ihre Produkte ermöglichen. Das ist für die Autobauer interessant, aber auch für andere Branchen, in denen sichtbare Kunststoffteile eine Rolle spielen. Besonders in der Automobilindustrie, wo oft emotionale Faktoren die Kaufentscheidung beeinflussen, kann die Technologie einen Wettbewerbsvorteil bieten. Ein solches Bauteil befindet sich am neuen Concept Car „Σtos“ des Schweizer Unternehmens Rinspeed. Dafür hat Barlog die Frontblende mit 3D-Effektlackierung konzipiert.

Die Frontblende lässt sich kundenindividuell mit speziellen Oberflächeneffekten herstellen. (Bild: Rinspeed)

Beim Automobilkauf stehen dem Kunden oft nur begrenzte Auswahlmöglichkeiten wie die Lackfarbe und wenige Designvarianten zur Verfügung. Eine zusätzliche Individualisierung ist mit hohen Kosten in der Produktion verbunden. Doch der Wunsch nach weiteren Variationsmöglichkeiten beim Kunden steigt. Mit der Keballoy 3D-Technologie lassen sich im Spritzgießverfahren kostengünstig und in hoher Stückzahl Bauteile aus technischen Thermoplasten herstellen. Das Material wird mit speziellen Füllstoffen ausgerüstet, die es ermöglichen durch Magnetismus Informationen in der Oberfläche zu speichern – vom Grundprinzip ganz ähnlich einer Audiokassette. In einem zwischengeschalteten Prozess wird das gewünschte Design magnetisch in die Oberfläche eingebracht. Mit vernetzter und automatisierter Produktionstechnologie kann anschließend jedes Kunststoffteil mit einem individuellen Design ausgestattet werden. Mit wenig Aufwand und vergleichsweise geringen Kosten sei es möglich, ein individuelles Erscheinungsbild in der Serienfertigung zu realisieren. Das Bauteil mit seiner 3D-Optik sei nicht nur ein Hingucker, sondern setze auch qualitativ Maßstäbe.

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