Nachhaltige Beschichtung

Meinolf Droege,

BIA Gruppe erweitert Chrom-III-Kapazitäten

Der in den kommenden Jahren zu erwartende Wechsel von Chrom-VI- auf Chrom-III-Prozesse infolge der Reach-Gesetzgebung ist für die Galvanikbranche eine Herausforderung.

Warenträger im Bereich Galvanik. © BIA

Besondere die Zulieferer verchromter Automobilbauteile müssen den Spagat schaffen, ihre Anlagentechnik während laufender Serien umzurüsten und rechtzeitig Kapazitäten für Neuaufträge zu schaffen, für die bereits Chrom-III-Oberflächen vereinbart sind.

Die Solinger BIA Gruppe hat nach eigenen Angaben im Februar 2020 die ersten Anlagen-Umrüstungen abgeschlossen. Am Standort Forst wurde die Galvanik über den Jahreswechsel so umgebaut, dass dort Chrom-III- und Chrom-VI-Oberflächen produziert werden können. Während die Gruppe an ihren Standorten in China und der Slowakei bereits seit Jahren die Möglichkeit bietet, dreiwertig zu verchromen und auch die Anlage am 2020 neu eröffnenden Standort Mexiko entsprechend ausgelegt ist, lief die Produktion an den deutschen Standorten bislang ausschließlich auf Basis von Chrom-VI.

„Der Umbau in Forst war für uns der erste Schritt in unserem Investitionsplan für die kommenden Jahre“, erläutert Danny Kelm, Geschäftsführer Produktion der BIA Gruppe. „Damit wurden die Chrom-III-Kapazitäten innerhalb der Unternehmensgruppe um rund 25 Prozent erhöht. Ab Herbst dieses Jahres beginnen wir dann auch mit der Umrüstung unserer Anlagen am Hauptsitz in Solingen, die bis 2022 abgeschlossen sein soll. Damit sind wir bestens aufgestellt für das Umschwenken der Automobilindustrie auf Chrom-III-Oberflächen, das definitiv und unabhängig von dem weiteren Entscheidungsverhalten der EU in dieser Sache kommen wird.“

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