Kennzeichnungen auf extrudierten Flächen

Annina Schopen,

Codes für glatte Oberflächen

Als Spezialist für Laser- und Drucksysteme zeigt Rea Elektronik Anwendungen in der Kunststoffbearbeitung. Zu sehen ist beispielsweise ein Tintenstrahldrucker, der durch die „Nass-in-nass“- Technologie inline maschinenlesbare Codes und Klarschrift auf glatte transparente und dunkle Untergründe druckt.

Hochauflösend und mit guter Haftung und Lesbarkeit kennzeichnet der HR-Tintenstrahl­drucker extrudierte Rohre. © Rea Elektronik

Rea Elektronik, Vollsortimenter für die berührungsfreie Kennzeichnung, zeigt auf der K 2022 seine Lösungen aus der Produktlinie Rea Jet für Anwendungen in der Kunststoff- und Kautschukindustrie – für die interne Logistik und Prozesskontrolle, eindeutige Identifizierung von Materialien und lückenlose Rückverfolgung. Seine Kennzeichnungssysteme fügen sich – anders als herkömmliche Verfahren, wie etwa das manuelle Stempeln – lückenlos in die Fertigung und übergeordnete Steuerungssysteme ein, so das Unternehmen. Sie sollen die Individualisierung jeder einzelnen Kennzeichnung ermöglichen und auch den schnellen Produktwechsel.

Früher scheiterte jeglicher Versuch, mit wasserbasierten Tinten dauerhafte Kennzeichnungen auf extrudierten Flächen zu hinterlassen. Das Tinten-Sortiment von Rea Jet soll Abhilfe schaffen: Im Sortiment befinden sich mehr als 500 Standard- und Sondertinten für ausgezeichnete Kennzeichnungsergebnisse auch auf komplizierten Oberflächen. Zudem können alle Rea-Jet-Systeme mit der einheitlichen Titan-Plattform bedient werden. Das spart Zeit und Kosten durch eine niedrigere Fehlerquote, geringeren Schulungsaufwand und einen leichteren Personaleinsatz. Möglich sei das jetzt auch für Anwendungen jenseits der Applikation von Logos, Codes und Schriften.

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Tintenstrahldruck und noch mehr

Der Rea-Jet-HR-Tintenstrahldrucker gilt beim Hersteller als Multitalent. Auf nicht saugende und auch schwer zu kennzeichnende Oberflächen wie Rohre und Profile aus extrudiertem Kunststoff und Kunststoffverpackungen setzt er hochauflösende Kennzeichnungen mit bester Haftung und Lesbarkeit bei kurzer Trocknungszeit. Dafür können je nach Motiv-Größe bis zu vier Schreibköpfe kombiniert werden und bis zu 50,8 Millimeter hohe Kennzeichnungen appliziert werden. Alphanumerische Texte und Logos und variable Informationen wie Datum, Uhrzeit, Zähler, Schichtcodes und Datenbankinhalte bleiben für die gesamte Lebensdauer des Kunststoffteils mit ihm verbunden.

Auch bei schwierig zu kennzeichnenden Oberflächen erspare der Tintenstrahldrucker den Anwender:innen das Aufbringen von Etiketten und die damit einhergehende Logistik und Lagerhaltung. Mit der „Nass-in-nass“-Technologie druckt er inline und verlässlich maschinenlesbare Codes und Klarschrift auf glatte transparente und dunkle Untergründe. Der mit einem doppelten Schreibkopf ausgestattete Tintenstrahldrucker druckt dafür zunächst einen weißen Tintenspiegel, den er umgehend mit schwarzer oder farbiger Tinte beschreibt. Anschließend trocknet beides gemeinsam.

Der HR appliziert punktgenau Spezial-Primer für das Laserschweißen. © Rea Elektronik

Für seine HR-Technologie hat Rea Elektronik außerdem ein weiteres Anwendungsfeld erschlossen: die punktgenaue Applikation von Funktions-Chemikalien mithilfe des Digitaldrucks. Durchsichtige Kunststoffteile, die sich wegen ihres begrenzten Licht-Absorptionsvermögens auch nur begrenzt für das Laserschweißen eignen, bedruckt der Rea Jet HR mit dem Clearweld Primer. Der Primer absorbiert anschließend die Laserenergie und ermöglicht reproduzierbare, kostengünstigere und bessere Schweißergebnisse.

Dauerhafte Kennzeichnung mit Licht

Einzig mit der Kraft des Lichts lässt der Rea-Jet-FL-Faserlaser Beschriftungen, Codes und Kennzeichnungen aller Art mit variablen Daten entstehen. Auf Rohr-Oberflächen aus Kunststoff oder auch Kunststoffteilen aus Spritzgussfertigung setzt er durch Farbumschlag, teilweise durch eingearbeitete lasersensitive Additive, seine unverlierbaren Kennzeichnungen, die für die gesamte Lebensdauer auf dem Produkt bleiben und seiner Rückverfolgbarkeit dienen. Mit seiner kompakten Bauweise integriere sich der FL in jede Umgebung, kündigte das Unternehmen an.

An seinem Messestand zeigt Rea Elektronik den Faserlaser integriert in die Laserbearbeitungskabine. Ihr wandelbares Konzept und die Autofokus-Funktion ermöglichen eine Anpassung an die Kundenbedürfnisse – vom Stand-alone-Handarbeitsplatz bis hin zur voll automatisiert vernetzten Markierstation, von der Größe der Prozesskammer über die Laserleistung und Platzierung des Beschriftungsfeldes bis hin zur Art, wie das Material zu- und abgeführt wird.

Halle 4, Stand C22

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