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Artikel und Hintergründe zum Thema

Konzept für autonome Ridesharing-Autos

Meinolf Droege,

Fahrzeugkabine mit Lounge-Atmosphäre

Der Innenraum des autonom fahrenden Fahrzeugs der Zukunft soll die Sinne der Insassen ansprechen, sie aber nicht mit technischen Details überfordern. So lauten die Ergebnisse einer Konzeptstudie.

So soll es aussehen, das autonome Ridesharing-Fahrzeug der Zukunft. © Yanfeng Automotive Interiors

Mit dem Experience-in-Motion2020 (Xim20) stellt der Zulieferer Yanfeng Automotive Interiors dar, wie er sich den Innenraum selbstfahrender Autos vorstellt.

Die Staufächer verfügen über eine Erinnerungsfunktion: Sie erkennen vergessene Gegenstände und schicken den Fahrgästen Nachrichten mit Informationen zum Aufbewahrungsort. © Yanfeng

Es handelt sich um ein Konzept für so genannte Ridesharing-Fahrzeuge, zu Deutsch Sammelfahrten oder Fahrgemeinschaften. Die Technologien sollen, so heißt es, die Sinne der Insassen ansprechen, ohne sie mit einem Überfluss an Optionen und Funktionen zu erdrücken. Hilfreich sei dabei die unauffällige Integration der Bildschirme und des Navis mit Hilfe von Smart-Surface-Technologien.

Die so genannte Active Space ist eine Kombination aus Sensorik und Anzeigentechnologie. Sie soll den Insassen Unterhaltung, Kommunikation und Ambiente bieten. © Yanfeng

Zu Beginn der Entwicklung dieser Generation des Xim habe man sich gefragt, ob es tatsächlich ein Mehrwert ist, alle verfügbaren Produkte und Technologien in den Innenraum zu integrieren. Die Forschungsergebnisse hätten gezeigt, dass dies nicht der Fall ist. Stattdessen gelte es zu verstehen und zu lernen, welche Lösungen im automobilen Innenraum als ansprechend und positiv überraschend wahrgenommen werden, ohne zu komplex zu sein.

Das Audio System lokalisiert mit Hilfe von Sensoren, Wandlern und Software die Position des Insassen. Dadurch erhält jeder Fahrgast einen individuellen Klang – ohne Kopfhörer. Andere Passagiere werden dennoch nicht gestört, verspricht der Anbieter. © Yanfeng

Der Innenraum des Fahrzeugs wurde in zwei Bereiche geteilt – einen hellen, luftigen Frontbereich und einen eher kokonartigen rückwärtigen Bereich mit Lounge-Sitzen.

Die integrierte Bedienoberfläche ist über die Tischoberfläche aus Naturholz erreichbar. Mit ihr sollen die Insassen die Fahrt einleiten und Funktionen wie Temperatur, Akustik, UV-Oberflächendesinfektion und Navigationssysteme steuern können. © Yanfeng

Die Bedienelemente für den Innenraum können über das SIS-Panel (Smart Interior Surface) vorne im Fahrzeug oder über eine Smartphone-App bedient werden. Der vordere Bereich gleicht einem Aussichtsplatz, ausgestattet mit komfortablen, funktionalen Sitzen und einer gekrümmten Windschutzscheibe, die eine 180-Grad-Sicht ermöglicht.

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UV-Frequenzlicht schwenkt über den Innenraum, um häufig kontaktierte Oberflächen bei wechselnden Insassen zwischen den Fahrten zu desinfizieren. © Yanfeng

Das Unternehmen erklärte, man werde das Konzeptfahrzeug in diesem Jahr in Nordamerika im Rahmen einer mobilen Ausstellung präsentieren, außerdem in den Unternehmensstandorten und bei Kunden.

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