Produktion

Kunststoff leicht gemacht

Leichtbau ist und bleibt eines der Megathemen in der Kunststoffverarbeitung. Sogenannte Glass Bubbles werden bereits seit langem als Füllstoff für Leichtbauwerkstoffe eingesetzt.

Motorabdeckung

Vor allem in Fahrzeugbauteilen senken die kleinen, gleichförmigen Mikrohohlkugeln dank ihrer geringen Dichte das Gewicht mitunter erheblich. Darüber hinaus können Glass Bubbles Vorteile bei der Verarbeitung und für die Bauteilqualität liefern. Dabei seien kaum Einbußen bei der Festigkeit oder anderen physikalischen Eigenschaften zu verzeichnen. Die Dimensionsstabilität der Bauteile kann sogar steigen. Als weitere mögliche Vorteile werden geringerer Verzug und Schrumpf und damit weniger Ausschuss und Nacharbeit genannt.

Durch Einsatz der Glaskugeln wurde laut Hersteller das Gewicht einer Motorabdeckung um fast 15 Prozent reduziert. Werkstoffproduzent Pentac Polymer hat bei einem herkömmlichen glasfaserverstärktem Polyamid einen Teil der Füllstoffe durch Glass Bubbles ersetzt. Das Ergebnis: Neben dem deutlich reduzierten Gewicht wurden bessere Fließeigenschaften des Materials und eine geringere Abkühlzeit erreicht. Auf diese Weise sei der Spritzgießprozess optimiert worden. Die BBP Kunststoffwerk Marbach Baier sei so in der Lage, die Bauteile zu vergleichbaren Kosten besser herzustellen. Produziert wurde auf den gleichen Maschinen und in den gleichen Werkzeugen wie zuvor – aber mit 14 Prozent Gewichtseinsparung und ohne zusätzliche Kosten.

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Je nach Füllgrad und Formulierung lasse sich das Gewicht von Kunststoffbauteilen mit Glass Bubbles bis 30 Prozent reduzieren. Dabei ermögliche die Kugelform der Mikrohohlkugeln einen besonders hohen Füllgrad in der jeweiligen Formulierung.

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