Laser als Werkzeug

Kontrastreich und schonend beschriften

Kunststoffe lassen sich per Laser komfortabel. kontrastreich und in hoher Qualität beschriften – wenn das Lasersystem dem zu beschriftenden Kunststoff angepasst ist.

Beschriftung auf weißem ABS-Kunststoff mit dem Laser. © ACI

Nicht jeder Kunststoff eignet sich für jeden Laser. Hier steht der Anwender vor dem Problem, das Lasersystem zu wählen, dass am ehesten eine Reaktion am Material hervorruft und eine lesbare, qualitativ hochwertige Beschriftung entstehen lässt. Dabei kann ein Kunststoff mit einem Laser verfärbt, aufgeschäumt oder abgetragen werden. Beim Karbonisieren verbrennt der Laser einzelne Bestandteile des Kunststoffs, wodurch die Dunkelfärbung des Materials entsteht. Besonders bei hellen Kunststoffen lassen sich so hohe Kontrastwerte erreichen. Mit dem Aufschäumen können helle Markierungen auf dunklen Kunststoffen erzielt werden. Hierbei schmilzt der Laser den Kunststoff auf und kleine Gasbläschen entstehen. Diese werden von dem sich wieder abkühlenden Kunststoff eingeschlossen und durch das auf der Oberfläche diffus reflektierte Licht als helle Markierung wahrgenommen. Beim Materialabtrag oder auch gravieren mit dem Laser kommt es zu einem deutlichen Abtrag an der Werkstückoberfläche. Der Laser verdampft dabei das Material, sodass eine sicht- und fühlbare Beschriftung entsteht. Üblicherweise ist diese Art der Beschriftung eher kontrastarm, da der Abtrag oft keinen nennenswerten Farbumschlag erzeugt.

Der thüringische Laserhersteller ACI Laser bietet für die Beschriftung von Kunststoffen verschiedene Lasertypen an. So gehören flexible Nd:YAG und leistungsstarke Faserlaser in der Wellenlänge von 1064 Nanometer zum Produktportfolio. Daneben gibt es auch einen UV-Laser, der mit 355 Nanometer Wellenlänge im ultravioletten Spektralbereich arbeitet und sich besondere für Kunststoffmarkierungen und Kennzeichnungen mit geringem Wärmeeintrag eignet. Hierbei sorgt die Energie des kurzwelligen UV-Laserlichts für eine photochemische Reaktion auf dem zu bearbeitenden Produkt ohne es zu verletzen. Der Laser verfügt zudem über einen kleineren Spotdurchmesser, wodurch filigranere und feinere Markierungen anstatt der gröberen Strukturen von Lasern mit größerer Wellenlänge möglich sind. Auf Kunststoffen, die bisher nur kaum oder gar nicht auf die Bearbeitung mit Lasern im Infrarotbereich reagierten sind somit feine, präzise Markierungen möglich. Sensible Produkte wie medizinische Komponenten für den invasiven Einsatz oder Flugzeugkabel – aber auch flammgeschützte Kunststoffe für elektronische Gehäuse können schonend und dauerhaft gekennzeichnet werden, da eine thermische und mechanische Beanspruchung des Materials nahezu ausbleibt.

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Fakuma: Halle A2, Stand 2319

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