Marktdaten

Deutsche Kautschukindustrie: Leichte Umsatzausweitung zur Jahresmitte

Laut Branchenverband wdk brachte das erste Halbjahr 2015 der deutschen Kautschukindustrie einen stabilen Geschäftsverlauf. Die Absätze lagen nach den ersten sechs Monaten des Jahres durchweg leicht über dem Volumen im Vorjahr. Die Umsätze blieben allerdings bei Technischen Elastomererzeugnissen (TEE) unter Vorjahr.

Daten der deutschen Kautschukindustrie 2015. (Bild: wdk)

Das war erwartet worden, da zum einen das erste Quartal 2014 eine außergewöhnlich gute Branchenkonjunktur aufwies und zum anderen die Rohstoffpreise im ersten Halbjahr 2014 auf einem deutlich höheren Niveau lagen als 2015. Die Rückgänge der Rohstoffpreise ab Mitte 2014 bis ins laufende Jahr wirkten sich auf Verkaufspreise und Umsätze aus.

Nach schwachen Ab- und Umsätzen im ersten Halbjahr 2014 steigerten die Reifenhersteller in den ersten sechs Monaten des Jahres 2015zwar die Umsätze leicht, die Absätze im Reifen-Ersatzgeschäft verblieben aber auf niedrigem Niveau. Das Geschäft mit Sommerreifen sprang entgegen den Erwartungen nicht an.

Der Branchenumsatz stieg insgesamt gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 um 0,4 Prozent auf 5,86 Milliarden Euro. Im Inland erhöhte sich der Umsatz um 0,6 Prozent auf 4,06 Milliarden Euro. Das Auslandsgeschäft profitierte zum Jahresstart noch von starken Nachfrageregionen in Übersee, litt anderseits aber auch unter der anhaltend schwachen Nachfrage wichtiger europäischer Handelspartner.

Mengenmäßig lagen die Mengen an TTE der deutschen Hersteller im ersten Halbjahr 2015 über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Automotiv- und im Non-automotiv-Sektor, im Inland, wie im Ausland, stiegen die Absatzmengen. Dass die Umsätze dennoch unter denen des Jahres 2014 liegen, ist überwiegend auf die im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum niedrigeren Rohstoffpreise zurückzuführen. In Summe verbuchten die Hersteller von TEE 0,5 Prozent Umsatzrückgang auf 3,19 Milliarden Euro. Dem Minus von 0,6 Prozent auf 1,89 Milliarden Euro auf dem Inlandsmarkt stand die Reduzierung um 0,4 Prozent auf 1,29 Milliarden Euro im Auslandsgeschäft zur Seite.

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Das Produktionsvolumen der Kautschukverarbeiter in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2015 trotz einer Ausweitung der Mengenlieferungen zurückgegangen. Hohe Energiepreise, Strukturwandel auf Abnehmerseite und Local Sourcing führen dazu, dass die deutschen Unternehmen die Fertigungsvolumina in Deutschland zurück- und in ihren ausländischen Werken hochfahren. Dass sich trotz gesunkener Produktion der Beschäftigtenstand in der Branche mit 75.250 Mitarbeitern gegenüber 2014 leicht erhöhte, liegt am hohen Fachkräftebedarf der Branche, der zuletzt nicht ausreichend gedeckt werden konnte.

Zu Beginn des 2. Halbjahres liegen die Rohstoffpreise leicht unter Vorjahresniveau. Angesichts des deutlichen Rückgangs im vierten Quartal 2014, dürfte sich der Vorjahresvergleich im weiteren Verlauf dieses Jahres annähern. Dann sollte sich auch der Branchenumsatz parallel zu den leicht steigenden Absätzen erhöhen. Die Branchenprognose einer Umsatzsteigerung im Jahr 2015 von 2 bis 3 Prozent bleibt bestehen. Gleichwohl haben die Risiken mit Blick auf einen möglichen Einbruch der globalen Konjunktur zugenommen.

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