Automobil-Zulieferung

Flüssigsilikon für Kühlerdichtungen

Ein in verschiedenen Verfahren verarbeitbares Flüssigsilikon soll die kostengünstige Produktion von Baugruppen und Zweikomponenten-Teilen ermöglichen.

Wasserkasten eines Autokühlers mit Silicondichtung. Der kühlmittelbeständige Flüssigsilikonkautschuk eignet sich für den Spritzguss und den Trockenverbau mit Hilfe von Dosieranlagen.

Formteile aus dem Silicon sind laut Anbieter Wacker hitze- und kühlmittelbeständig und bieten auch unter Dauerbelastung einen geringen Druckverformungsrest. Motorkühler und die Komponenten des Kühlsystems können so zuverlässig abgedichtet werden. Die Type Elastosil RT 728 - so der Name der neuen Silikonvariante - kann im Spritzguss verarbeitet oder mit Hilfe einer Dosieranlage direkt auf das abzudichtende Bauteil aufgetragen werden.

Der Werkstoff wurde in erster Linie zur Herstellung von medien- und temperaturresistenten Dichtungen für die Automobilindustrie entwickelt. Charakteristisch sei die hohe Kühlmittelbeständigkeit des Flüssigsilicons. Dichtungen hätten nach 1000-stündiger Lagerung in 105 °C heißer Kühlflüssigkeit nicht mehr als 30 Prozent Druckverformungsrest gezeigt. Nach 1000 Stunden bei 125 °C betrage die bleibende Verformung im entspannten Zustand unter 65 Prozent. Das hohe Rückstellvermögen des Elastomers sorge für konstanten Anpressdruck und somit für optimale Dichtheit in der Nut. Zudem bleibe das Gesamteigenschaftsprofil des Werkstoffs auch unter Langzeitbelastung nahezu unverändert. Vulkanisate aus dem neuen Flüssigsilicon erfüllen laut Datenblatt die Liefervorschriften führender Automobilhersteller für Dichtungen in der Motorkühlung.

Anzeige

Die Elastosil-Variante erlaube die kostengünstige Serienherstellung von Formteilen im Spritzguss. Sie kann aber auch mit Hilfe einer Dosieranlage direkt auf das abzudichtende Bauteil aufgetragen werden - ein Verfahren, das Automobilzulieferer bei der Herstellung von Zwei-Komponenten-Verbundbauteilen einsetzen. das Silikon erfülle hierfür alle wichtigen Voraussetzungen. Es lasse sich aufgrund seiner scherverdünnenden Eigenschaften in Dosieranlagen verarbeiten und sei selbsthaftend. Automobilzulieferer wie der Stuttgarter Mahle-Konzern nutzen das Produkt zur Herstellung von Kühlerkomponenten.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Kunststoff Magazin Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite