Silikon Lebensmitteltechnik

(Fast-)Alleskönner Silikon

Silikon erweist sich, eingesetzt in einer entsprechenden Konstruktion, einmal mehr als Problemlöser dank das in weiten Grenzen einstellbaren Eigenschaftsspektrums.

Die Firma Menü-Mobil Food System in Österreich, Hersteller von individuellen und hochwertigen Catering-Systemen, war auf der Suche nach einem Transportdeckel, der das Verteilen von Speisen beispielsweise in Seniorenheimen, Krankenhäusern und in der Außer-Haus-Versorgung (Essen auf Rädern) vereinfacht und verbessert. Die bisherigen Deckel aus einem Polyethylen konnten die Durchmesserstreuungen der Porzellantassen nicht richtig ausgleichen wodurch Essen beim Transport auslief. Zudem behinderte das Material die Prozesse, da es nicht ausreichend temperaturbeständig war.

In Gesprächen mit FKS, das sich als Entwicklungspartner und Systemlieferant versteht, wurde das Anforderungsprofil an das neue Abdeckungssystem definiert. Der Deckel für das Essgeschirr muss

– Durchmesserstreuungen kompensieren

– dicht und trotzdem leicht zu öffnen sein

– temperaturbeständig von –40 bis 240 Grad Celsius

– mikrowellentauglich

– definierte Hygienevorgaben erfüllen
– spülmaschinenfest und lebensmittelecht

– optisch ansprechend wirken.

In enger Abstimmung mit dem Kunden wurde eine Lösung erarbeitet. Die Teilegeometrie kompensiert die Durchmesserstreuung der Behälter und erleichtert das Handling. Die weiteren Anforderungen werden durch die Wahl eines modifizierten Silikons erfüllt. Im Verlauf der Entwicklung kam dem Kunden zugute, dass FKS über einen eigenen Werkzeugbau verfügt, um schnell und kostengünstig Vorrichtungen und Formen anzufertigen, was die Bemusterungskosten erheblich senkt. Neuste Erhebungen des Catering-System-Herstellers zeigen, dass die Prozesse seiner Kunden deutlich verbessert wurden und der Teileverschleiß maßgeblich gesunken ist.

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Hintergrund

Das Einsatzspektrum von Silikonen ist so vielfältig wie dessen „Erscheinungsformen“. Deren Geschichte reicht zurück bis zum Anfang des 20. jahrhunderts. Zu dieser Zeit experimentierte der englische Chemiker Frederic Stanley Kipping mit Silicium und seinen Verbindungen. Er stellte zunächst eine große Anzahl an Silicium-Kohlenstoffverbindungen her und entdeckte dabei harzartige Produkte, die er als „silicon ketones“ bezeichnete. Der US-amerikanische Chemiker Eugene G. Rochow und der deutsche Chemiker Richard Müller fanden im Jahre 1940 nahezu gleichzeitig eine Möglichkeit zur großtechnischen Herstellung der Methylchlorsilane, der wichtigsten Vorprodukte zur Herstellung der Silikone. Das Verfahren wird heute als Müller-Rochow-Synthese bezeichnet. Die Weltproduktion an Silikonen steigt ständig. Wurden 1974 etwa 130.000 t produziert, so waren es 1986 schon 430.000 t. Der größere Teil der erzeugten Menge entfällt auf Silikonelastomere. Die andere Menge sind Silikonflüssigkeiten und -fette sowie Silikonharze und Spezialprodukte. (Quelle: Wikipedia)

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