Energieeinsprung

Kälte kostengünstiger erzeugen

Mit dem Ziel, den sepezifischen Energieverbrauch bei der Kälterzeugung zu senken, wurde bei einer neuen, zur Fakuma vorgestellten Baureihe von Kälteanlagen verschiedene Komponenten optimiert. Vor allem bei wechselndem Leistungsbedarf seien deutliche Einsparungen möglich.

Die neuen Kälteanlagen sollen den Energieverbrauch vor allem bei wechselnden Bedarfen deutlich senken. (Bild: L und R)

Einen erheblichen Anteil an der Energieeinsparung der Ecopro-Baureihe sollen die drehzahlgeregelten, halbhermetischen Bitzer-Schraubenverdichter haben, die speziell für den Einsatz in der Kältetechnik entwickelt wurden. Sie sind stufenlos regelbar im Leistungsbereich zwischen 16 bis 100 Prozent und arbeiten daher insbesondere im Teillastbetrieb mit deutlich niedrigerem Energieeinsatz. Die Kühlung der integrierten Umrichter übernimmt das Kältemittel. Die Pumpen sind ebenfalls drehzahlgeregelt und mit den neuen Supreme-Antrieben von KSB ausgerüstet. Die Kombination von Synchron-Reluktanzmotoren und Frequenzumrichtern erlaube vor allem im Teillastbetrieb Energieeinsparungen bis 70 Prozent.

Auch für Wärmetauscher und Kondensatoren werde neueste und effizienzsteigernde Technik eingesetzt: Die energetisch optimierten Rohrbündelwärmetauscher sind für das Kältemittel R134a angepasst. Die Kondensatoren nutzen die aus der mobilen Klimatechnik bekannte Microox-/Microchannel-Technologie mit Vollaluminium-Bauweise und kleinen Kanaldurchmessern. Sie bieten gute Wärmeübergänge und hohe Wirkungsgrade. Die Ventilatoren werden von besonders energiesparenden, drehzahlgeregelten EC-Motoren angetrieben und liefern somit exakt die benötigte Luftmenge.

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Eine Kernkomponente der neuen Anlagen ist der drehzahlgeregelte, halbhermetische CSVH-Schraubenverdichter von Bitzer. (Bild: L und R)

Beim Expansionsventil, das für die Einspritzung des Kältemittels in den Rohrbündel- oder Plattenverdampfer verantwortlich ist, setzt L und R ebenfalls auf eine neue, effiziente Komponente. Die elektronischen Expansionsventile von Siemens sind mit Proportionalsteuerung und Schrittmotorsteuerung ausgestattet, die den Durchfluss und die Überhitzung kontinuierlich an den Bedarf anpassen und so genauer regeln.

Der Einsatz energieeffizienter Komponenten ist nur ein Schritt zur Energieeinsparung im praktischen Betrieb. Ausgeschöpft wird dieses Potenzial erst durch sorgfältige regelungstechnische Einbindung aller genannten Komponenten in die Gesamtsteuerung der Anlage. Die eigene Software-Programmierung von L und R schaffe die Voraussetzungen dafür, dass unter den individuellen Bedingungen optimale Ergebnisse erreicht werden.

Die ersten Anlagen arbeiten bereits im industriellen Einsatz. Je unregelmäßiger der Kältebedarf sei, umso höher ist den Herstellerangaben entsprechend der Effizienzgewinn.

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