Energiemanagement

Erfolgreiche Energiesparkonzepte

Die Kunststoffverarbeitung ist im Bereich Spritzguss und Extrusion ein energieintensives Geschäft. Zwangsläufig leiden die Margen unter den ständig steigenden Energiepreisen, weil die Mehrkosten nicht so einfach an die Kunden weitergegeben werden können. Die einzige Chance, dieser Energiekostenfalle zu entgehen, ist eine offensive Energiesparpolitik. Ansatzpunkte gibt es erfahrungsgemäß gerade beim Kunststoffverarbeiter genügend. Beispielsweise in den Bereichen Kühlwasserversorgung, Wärmerückgewinnung, Werkzeugtemperierung, Klima-, Lüftungs-, Reinraum- und Drucklufttechnik, Lastmanagement, Beleuchtung oder Energieeinkauf. Es geht vorrangig darum, in einer Erstanalyse die einzelnen Energiekostenbereiche grob nach dem erreichbaren Energiesparpotential zu bewerten und danach anhand einer vereinfachten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung einen Kosten-Nutzen-Vergleich zu erstellen. Der Potentialanalyse schließt sich die Erstellung eines Maßnahmenplans unter Berücksichtigung der Ergebnispriorisierung an. Dabei muss für den Unternehmer auf den ersten Blick erkennbar sein, welche Energiesparschritte welche Energie- und Kosteneinsparungen zur Folge haben. Die Kurzformel dazu lautet: „Was kostet’s und was bringt’s“.

Wir nutzen Energie sinnvoll

Startpunkt ist die Energieoptimierung im Spritzgießprozess selbst. Konkret ist hier der Bereich der Antriebsleistung der Maschinen angesprochen. Bei neuen Spritzgießmaschinen hat man heute eine weitestgehende Sicherheit dafür, dass die Maschinen von Haus aus energieeffizient arbeiten. Erfahrungsgemäß finden sich jedoch gerade bei Maschinen, die älter als fünf Jahre sind und auf denen technische Teile produziert werden, erhebliche Stromeinsparpotentiale. So lässt sich beispielsweise durch Einsatz der EtaControl® Technologie, einer geregelten Leistungsanpassung der Spritzgießmaschine an das Artikelspektrum, in vielen Fällen eine durchschnittliche Leistungsbedarfsreduzierung von 36 % erzielen. Damit reduziert sich nicht nur der Stromverbrauch, sondern die Trafostation und das Maschinen-Kühlwassersystem werden entsprechend entlastet. Bei Maschinen mit einer Schließkraft von 4000 kN und größer rechnet sich die Energieoptimierung sehr häufig in 1 bis 2 Jahren.

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Werden Kältemaschinen für die Erzeugung von Kühlwasser eingesetzt, beispielsweise für die Werkzeugkühlung, so gibt es gleich zwei wesentliche Ansatzpunkte.

Zum einen ist es der Austausch alter, ineffizienter Kältemaschinen gegen moderne, besonders energieeffiziente Maschinen. Mit dieser Maßnahme wird auch die R22 Kältemittelproblematik gelöst, die in den nächsten Jahren als Welle auf die Anlagenbetreiber zukommt.

Zum anderen ist es der Einsatz einer glykolfreien Winterentlastung für die Kältemaschinen. Durch Einsatz selbstentleerender Freikühler, die an Stelle der Kältemaschinen in der Übergangs- und Winterzeit die Kühlwasser-Rückkühlung übernehmen, lassen sich erfahrungsgemäß zwischen 50 und 75 % der Stromkosten einsparen. Besonders interessant ist, dass solche Maßnahmen zu gewissen Zeiten durch Förderprogramme des jeweiligen Landes oder des Bundes unterstützt werden, zum Beispiel durch eine Bezuschussung in beachtlicher Höhe. Wir unterstützen unsere Kunden aktiv in solchen Antragsverfahren!

Im Bereich Spritzgieß-Maschinenkühlung ergeben sich durch Einsatz einer Wärmerückgewinnung gleich mehrere Einspareffekte, wenn der Kreislauf als geschlossenes System mit einer Temperaturspreizung von 30/35 °C oder höher gefahren wird.

– Nutzung der kostenlosen Abwärme für Heizzwecke. Je nach Betriebssituation lassen sich damit bis zu 95 % der Heizkosten eines Betriebes einsparen.

– Die durch die Wärmerückgewinnung genutzte Abwärme der Maschinen muss nicht mehr über ein Kühlwerk rückgekühlt werden.

– In einigen Bundesländern werden solche Wärmerückgewinnungssysteme gefördert.

Im Hinblick auf die Maßnahmenumsetzung ist immer wieder besonders interessant, dass oftmals eine so genannte Schlüsselmaßnahme gleich mehrere Einspar-effekte nach sich zieht. Ein Beispiel dafür ist die Nutzung von kostenloser Abwärme aus Kühlprozessen, die für Heizzwecke genutzt wird. Hier wird einerseits Primärenergie in Form von Heizöl oder Erdgas für die Gebäudeheizung durch Abwärme ersetzt und andererseits der Energieaufwand für die Rückkühlung des Kühlkreislaufwassers eingespart, ganz abgesehen vom umwelttechnischen Faktor.

Zum Thema Energieoptimierung in Kunststoff verarbeitenden Betrieben bietet ONI einen kostenlosen Energiesparcheck an. Dazu stehen auf der diesjährigen Fakuma Messe in Friedrichshafen unsere Fachleute zur Verfügung. Nutzen Sie die Gelegenheit zu einer solchen Fachberatung,….es lohnt sich auf jeden Fall für Sie!

Hier finden Sie uns: Halle A5, Stand 5103

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