Energiemanagement

Wir nutzen Energie sinnvoll

Zukunftsorientierte Energiestrategie

Hilti beliefert die Bauindustrie weltweit mit technologisch führenden Produkten, Systemen und Dienstleistungen. Mit innovativen Lösungen, die dem Profi am Bau überlegenen Mehrwert bieten, ist das Unternehmen heute in über 120 Ländern der Welt erfolgreich. Aber auch im Hinblick auf eine optimierte Energieeffizienz nimmt Hilti unter den großen Baugeräte-Herstellern eine herausragende Position ein. So betreibt man seit Jahren eine offensive Energiesparpolitik. Vorausschauend begegnet man damit den auch weiterhin zu erwartenden, steigenden Energiepreisen, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und dadurch die Marktposition weiter ausbauen zu können. Gleichzeitig will man aber auch zeigen, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Primärenergie sich nicht nur aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten lohnt, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zum aktiven Umweltschutz geleistet wird. Aktuell wurde bei der Hilti Kunststofftechnik GmbH in Nersingen die Kühlenergieversorgung durch den Energiesparspezialisten ONI aus Lindlar auf den neuesten Stand energieeffizienter Technik gebracht.

Energieoptimierung in zwei Kreisen

Im Hilti-Werk in Nersingen ist die Produktion in zwei Bereiche aufgeteilt und wird über zwei getrennte Netze mit Kühlwasser angefahren. Für die Versorgung der Spritzgießmaschinen wird ein klassisches Zweikreis-Kühlsystem eingesetzt. Für den Bereich der Formenkühlung wird ganzjährig eine Kühlwassertemperatur von 12 °C bereitgestellt und für die Hydraulikölkühlung reicht, bedingt durch die gewählte Wärmeaustauschergeometrie, eine Kühlwasser-Vorlauftemperatur von 33 °C aus. Zusätzlich zu den Produktionsmaschinen werden von der Kühlanlage verschiedene Bereiche in der Haustechnik versorgt.

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Durch den Systemaufbau als Zweikreis-Kühlsystem und die gewählten Temperaturen in den Netzkreisen wird sichergestellt, dass gleich in beiden Bereichen der Kühlenergieerzeugung überaus effiziente Energieeinsparmaßnahmen realisierbar sind.

Kältemaschinenbetrieb auf Minimalniveau

Für die Kühlung der Spritzgießformen wird ganzjährig Kühlwasser mit einer Vorlauftemperatur von ca. 12 °C, bei höchstmöglicher Versorgungssicherheit, benötigt. Für diese Kühlwasserversorgung wurde von Hilti eine höchstmögliche Energieeffizienz gefordert. Aus diesem Grund fiel die Entscheidung für eine ONI-Systemlösung, die von Haus aus besonders energiesparend ist und zudem weitestgehend auf den energieintensiven Einsatz der Kältemaschinentechnik über das Jahr verzichtet.

Das Kältemaschinensystem für den Werkzeugkreis wurde dazu mit einer glykolfreien, so genannten ONI-Winterentlastung ausgerüstet. Diese Systemtechnik übernimmt in der Übergangs- und Winterzeit anstelle der Kältemaschinen die Kühlwasserversorgung des Formenkühlkreises. Bei dieser Technik nutzt man die kostenlos verfügbare Umgebungsluft als Kühlmedium. Sobald sich mit der Außenluft die geforderte Kühlwassertemperatur bereitstellen lässt, werden die Kältemaschinen einfach abgestellt und verbrauchen keinen Strom mehr. Der elektrische Energieaufwand für die Winterentlastung reduziert sich dabei auf einen Wert von ca. 2-3 % einer Kältemaschine. Dadurch wird über ca. 65 % der Betriebszeit auf den Einsatz von Kältemaschinen verzichtet. Das spart sehr viel Energie und Geld ein.

Mit der Kühlung kostenlos heizen

Durch die Wärmeaustauschergeometrie der Ölkühler in den Spritzgießmaschinen konnte eine Kühlwassertemperaturspreizung von 33/38 °C gewählt werden. Die Abwärme mit einer Leistung von ca. 1.400 kW wird gleich für mehrere Einsatzbereiche genutzt. Dazu gehören Fußbodenheiz- und Lüftungs- bzw. Luftheizsysteme für die Beheizung von Büro- und Sozialräumen sowie einem Logistikzentrum und dem Werkzeugbau. Dadurch wird Abwärme, die bisher kostenintensiv rückgekühlt werden musste, zu wertvoller Heizenergie, die Erdgas oder Heizöl ersetzt. In der Folge werden die Heizkosten um bis zu 95 % reduziert!

Multieffekt pro Ökonomie und Ökologie

In kaum einem anderen Bereich wirkt sich die Umsetzung einer Energiesparmaßnahme so stark aus, wie in der Kühlwasserversorgung. Die richtige Wahl der Systemtechnik und der Temperaturspreizung sorgt bereits im Ansatz für niedrige Kosten in der primären Kühlwassererzeugung. Durch den Einsatz einer Wärmerückgewinnung werden die Heizkosten massiv gesenkt, weil kostenlose Abwärme teure Primärenergieträger wie Heizöl oder Erdgas ersetzt. Durch den Einsatz besonders energieeffizienter Kältemaschinen und einer angelagerten Winterentlastung wird der Stromeinsatz für die Kaltwasserversorgung der Formkühlung auf einen Minimalwert gebracht. In Summe führt die konsequente Umsetzung der von Hilti definierten Forderungen dazu, dass der Energiekostenanteil auf ein Minimalmaß reduziert wird. Hilti setzt mit diesem von ONI-Fachleuten, im Team mit KTO-engineering und Hilti geplanten und realisierten Energiekonzept gleichzeitig Maßstäbe im Hinblick auf einen aktiven Umweltschutz. Ökonomie und Ökologie profitieren daher gerade in der Kunststoffverarbeitenden Industrie in idealer Weise vom Einsatz energiesparender Maßnahmen.

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