KM Juni 2011 16 Elängere inwellenshredder können über Zeit ohne Bedienpersonal laufen, weil ein hydraulischer Schie- ber die Maschine aus einem Vorrats- behälter kontinuierlich mit Nach- schub versorgt.
Der „nagt“ am Ma- terial Rotor und zerkleinert es.
Bisher war es kaum möglich, mit dieser Bau- art von Shreddern feine Körnungen, typischerweise sind ein 15- oder 20- Millimeter-Sieb die untere Grenze, sodass man eine Zwischenförderung und eine Nachmühle braucht, um feine Körnungen im Bereich 4 bis 8 Millimeter bei gutem Durchsatz zu erreichen.
Das sollen die Schneidmühlen der Baureihe HB von Herbold in einer Zerkleinerungsstufe erreichen.
Sie setzen konzeptionell auf die Idee des Vorratsbunkers mit Hydraulikstempel, kombiniert mit einer Schneidmühle.
Durch die Gestaltung des Mahlraums und die schnelle Schnittfolge könne man in einem Arbeitsschritt aus Bal- lenware, aufgeschnittenen Folienrol- len, zusammenhängenden Bündeln aus Anguss-Spinnen, aber auch aus außergewöhnlich großen und dick- wandigen Anfahrklumpen in einem Arbeitsgang das fertige Mahlgut er- zeugen.
Auch sperrige Hohlkörper wie komplette IBC‘s oder Regenwasser- behälter lassen sich verarbeiten.
Die stoßweise Eingabe großer Material- mengen, beispielsweise eine Vielzahl von Flaschenkästen, ohne auf die dosierte Eingabe achten zu müssen und ohne Risiko des Verklemmens im Mahlraum, sei so möglich.
Nach Ein- gabe der Materialmenge und Befül- lung des Bunkers ist kein Bedienungs- personal mehr erforderlich, was eine Teilautomatisierung ermöglicht.
Ein Vorteil dieser Lösung ist die platzsparende Konstruktion, da nur eine Zerkleinerungsstufe gebraucht wird.
Außerdem ist es bei nur ei- ner Zerkleinerungsstufe tendenzi- ell einfacher, die Reinigung bei Farb- oder Materialwechsel durchzuführen.
Die problematische, schwer zu reini- gende Zwischenförderung entfällt völlig.
Messerwechsel und Wartung sind nur an einer Maschine erforder- lich.
Auch die Energiebilanz fällt laut Hersteller deutlich besser aus, als bei einer zweistufi gen Lösung oder bei einer durch Schwerkraft beschickten Mühle.
Je nach Anforderung können ver- schiedene Rotorformen genutzt wer- den.
Zudem sind Zubehör und Ne- benaggregate wie Absaugung mit Bigbag-Befüllung, Beschickung mit automatischem Hub-Kippgerät oder auch der Ausbau als schlüsselfer- tig als Gesamtlösung möglich.
Mit Arbeitsbreiten zwischen 1000 und 1600 Millimeter bei Antriebsleis- tungen von 45 bis 200 kW und un- terschiedlichen Rotordurchmessern wird ein breites Leistungsspektrum abgedeckt.
Typischerweise werden Einwellen- zerkleinerer für das Vorzerkleinern großer Mengen Aufgabestoffe eingesetzt, die dann in einem wei- teren Schritt auf die gewünschte Endgröße gebracht werden.
Die- se Anlagen lassen jedoch auch das Verarbeiten auf Endkorngröße in einem Schritt zu, was damit be- sonders wirtschaftlich sein soll.
Shredder und Mühle im Kombipack Kosten senken mit der einstufi gen Zerkleinerung Spezial: Maschinen und Anlagen für Kunststoffverarbeiter In einem Schritt zur feinen Mahlgutkör- nung kann man mit dem Einwellen-Zer- kleinerer kommen.
Große Mengen auch großformatigen Aufgabegutes wie diese aufgeschnittene Folienrolle können ohne Dosierung in den Shredder wandern.
Einwellen-Zerkleinerer ? Kennziffer 47 Herbold, Meckesheim, Tel.
+49/6226/932-0, www.herbold.com ? Kennziffer 33