folie einerseits vor Beschädigungen von außen geschützt ist und anderer- seits nicht mit dem zu verpackenden Produkt in Berührung kommt.
Ein zu- sätzlicher Vorteil ist, dass diese Verpa- ckung auch mit In Mould Labeling (IML) versehen werden kann.
Das glei- che Verfahren bietet sich auch für den dazugehörenden Deckel an.
Eine weitere Innovation des Mehr- schichten-Barriereverbundes ist der nicht auftretende „Retort Shock“ bei der Sterilisierung der Lebensmittel in Autoklaven.
Darunter versteht man das nachträgliche Abfallen der Barri- ereeigenschaften von Verpackungen aufgrund der Wasseraufnahme des Kunststoffs bei der Sterilisation.
Im Rahmen der gemeinsamen Ent- wicklung wurde zunächst eine Pro- totypen-Anlage für seriennahe Be- dingungen aufgebaut und getestet.
Die daraus produzierten Verpackun- gen mit Barriere entsprechen einem praxisnahen Zustand und können für Versuche in der Lebensmittelherstel- lung eingesetzt werden.
Die weiteren Entwicklungsschritte folgen mit Part- nern der Verpackungs- und Lebens- mittelindustrie.
Wichtige Vorteile sehen die Pro- jektpartner unter anderem darin, ei- ne echte Alternative zu Blechdo- sen (mit vergleichbaren Haltbarkeits- zeiten) anbieten zu können, die sich fl exibel gestalten lässt und alle mar- ketingtechnischen Vorzüge der IML- Technik bietet.
In diesem Spritzgieß- verfahren entstehen formstabile, sta- pelbare Behälter, die leicht zu öffnen und wiederverschließbar sind.
Verlet- zungsgefahr des Konsumenten be- steht nicht.
Spaltkorrosion und ein „Blechgeschmack“ – und damit ei- ne mindere Produktqualität – können nicht auftreten.
Die Oberfl ächen sind problemlos verschweißbar.
Selbst bei Ölanhaftungen.
Die Innenschichten sind laut den Projektpartnern unbedenklich im Kon- takt mit allen Füllmedien wie Fleisch, Gemüse, Salzlake, Öl, Saucen, Kaffee, Tee, Medizinalprodukten, Farben, La- cken.
In der Außenschicht kann kos- tengünstiges Recyclat verwendet wer- den.
Ebenfalls interessant unter Kos- tenaspekten sind die reduzierten Abgaben für den Grünen Punkt: Diese Verpackung zählt als Composite.
Kunststoffverpackungen einer neuen Generation Mit dem Mehrschichten-Barrierever- bund wollen die Partnerfi rmen Net- stal, Glaroform und Ilsemann die nächste Generation von Kunststoff- verpackungen einläuten.
Dank der langjährigen Erfahrung der drei Un- ternehmen und deren hohen Know- how in ihren jeweiligen sich ergän- zenden Spezialgebieten der Verpa- ckungstechnik könnte es tatsächlich gelingen, eine echte Substitution für Glas- und Metallverpackungen zu entwickeln.
Das erste Beispiel dieser innova- tiven Lösung zeigte Netstal während der Interpack in Düsseldorf.
Das In- teresse der Besucher jedenfalls ließ nichst zu wünschen übrig.
Das ausge- stellte System zeigte eindrücklich, wie diese neue Generation von Kunst- stoffverpackungen hergestellt wird und welche Möglichkeiten sich in der Zukunft dank der innovativen Funkti- onen eröffnen.
Grenzüberschreitende Kooperati- on – neben der territorialen ist hier vor allem die fachbereichübergreifende ge- meint – hat schon immer Innovationen beschleunigt.
Hier könnte erneut der Beweis dafür angetreten werden.
KM Juni 2011 41 www.kunststoff-magazin.de Projektpartner Netstal ist Anbieter von Hoch- leistungs-Spritzgießmaschinen für dünnwandige Kunststoffteile.
Langjährige Erfahrung und das Know-how für Verpackungslö- sungen werden in das Projekt ein- gebracht.
Glaroform steht seit vielen Jah- ren für Hochleistungs-Spritzgieß- formen.
Einen besonderen Schwer- punkt bilden Anwendungen der Verpackungsindustrie.
Ilsemann befasst sich mit der Herstellung besonders schneller Entnahme- und Automationssys- teme und gehört zu den großen Anbietern im Bereich Einlegetech- nik wie dem In Mould Labeling in der Verpackungsindustrie.
Barriere-Verpackungen zur Interpack ? Kennziffer 105 Netstal, CH-Näfels, Tel.
+41/55/6186443, www.netstal.com ? Kennziffer 25 ? Kennziffer 30