KM Juni 2011 51 www.kunststoff-magazin.de CAQ-Software mit mehr Funktionen Das Prozess-Daten-Analyse Programm PDAP7 wurde mit neuen Funktionen er- weitert, die den Prüfungsablauf und die Performance des Systems verbessern sollen.
Große Dateien, wie technische Zeich- nungen oder Fähigkeitsbilddaten kön- nen jetzt auch außerhalb der Daten- bank in ein Netzwerkverzeichnis als separate Dateien ausgelagert werden.
Der Workload auf Datenbankebene ist damit spürbar verringert.
Große binäre Inhalte werden nur noch als Verknüp- fung gespeichert.
Die Dateien können dadurch zentral verwaltet und inner- halb der Anwendung mehrfach ver- wendet werden.
Bei der attributiven Prüfung steht die Möglichkeit für Stop-Bereiche zur Ver- fügung.
Es können mehrere parallele Ziellinien zum selben Datum eingetra- gen werden.
Sie werden dann neben den regulären Ziellinien, innerhalb der Fehlersammelkarte angezeigt.
Werden besondere Anforderungen an die attri- butive Prüfung gestellt, ist es nun zu- dem möglich, explizit eine Eingabe in- nerhalb der Fehlersammelkarte einzu- fordern – besonders für den Fall, dass keine Fehler detektiert worden sind.
Diese Vorgabe ist jedoch optional, da die möglichst schnelle Abarbeitung ei- ner Prüfung nicht eingeschränkt wer- den soll.
Die Übernahme von Prüfplänen aus CAD-Zeichnungen ist ebenfalls weiter- entwickelt.
Der Anwender kann jetzt einstellen, ob alle attributiven, gestem- pelten Prüfmerkmale automatisch auch gleich der Fehlerliste des Erzeugnisses zugeordnet werden sollen.
Innerhalb der Prüfauftragsauswertungen ist es möglich, eine Reihe von Prüfungen un- ter einem gemeinsamen Titel zu kom- mentieren, der dann auch im Ausdruck erscheint, sobald ein Prüfauftrag aus dieser Zuordnung gedruckt wird.
Wer nicht so genau weiß, ob eine sol- che Software die eigenen Bedürfnisse abdeckt, kann eine voll funktionsfähige Demoversion mit 180 Tagen herunterla- den.
Diese Version ist update-fähig zur Vollversion.
So können auch Anwender, die das Programm bereits im Evaluie- rungsbetrieb einsetzen, in vollem Um- fang von dem Update profi tieren.
Technologietag zur Qualitätssicherung Am 29.
und 30.
Juni 2011 in Kaisers- lautern veranstaltet die Fraunhofer-Al- lianz Vision am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserlautern ihren nächsten Technologietag.
Unter dem Motto „Innovative Technologien für die in- dustrielle Qualitätssicherung mit Bild- verarbeitung“ soll die Veranstaltung einen breiten Überblick über praxis- relevante Technologien der Bildverar- beitung und optischen Messtechnik geben.
Weitere Informationen unter www.vision.fraunhofer.de.
Technologietag ? Kennziffer 108 Fraunhofer-Allianz Vision, Erlangen, Tel.
+49/9131/776-0, www.vision.fraunhofer.de Lichthärtende Klebstoffe inline prüfen Eine neue Technologie kombiniert den Einsatz eines lichthärtenden Klebstoffs mit einem Überwachungssystem.
Damit soll sich der Aushärtegrad bereits wäh- rend des Produktionsprozesses exakt prüfen lassen.
Lichthärtende Klebstoffe kommen in einer Vielzahl von medizintechnischen Anwendungen zum Einsatz, beispiels- weise zur Herstellung von Spritzen, Kathetern, Blutfi ltern und Kanülen.
In Sekundenschnelle härten diese ohne zusätzliche Wärmezufuhr durch Be- strahlung mit UV-Licht oder sichtbarem Licht aus.
Sie beschleunigen den Her- stellungsprozess, gleichzeitig lassen sich damit optisch ansprechende und saubere Klebefugen realisieren.
Mit Loctite Assurecure bietet Henkel nach eigenen Angaben eine neue, prozes- sintegrierte Technologie an, mit der sich der Aushärtungsgrad von licht- härtenden Klebstoffen quantitativ und kostengünstig ermitteln lasse.
Das Sys- tem umfasst eine neue Klebstofftech- nologie und ein elektronisches Prüf- system, bestehend aus faseroptischen Lichtquellen, Lichtdetektoreinheit und einer Software als Schnittstelle zum PC oder zur speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS).
Das Überwachungssystem misst, analysiert und speichert optische Mehr- fachmessungen und ermittelt so in we- niger als einer Sekunde den Grad der Klebstoffpolymerisation.
Einmal in die Produktionslinie integriert, sei eine 100-prozentige und zerstörungsfreie Überwachung für jedes einzelne gefer- tigte Bauteil innerhalb der Produktions- linie möglich.
Umfangreiche produkti- onsbegleitende Qualitätskontrollen so- wie der damit verbundene Ausschuss entfallen demnach.
Gleichzeitig wer- den Gesamtqualität und Produktions- raten deutlich gesteigert.
Die Technik ist kompakt aufgebaut und lässt sich wohl problemlos in be- reits bestehenden Produktionsanlagen integrieren.
Das System wird direkt im Anschluss an vorhandene Aushärtesys- teme für lichthärtende Klebstoffe auf- gestellt.
Je nach Bauteilanforderung werden Klebstoffe in unterschiedlichen Viskositäten physikalischen Eigen- schaften genutzt.
Alle Produkte wer- den nach Testverfahren geprüft, de- nen auch medizinische Bauteile für die Marktzulassung unterliegen, und sind nach der weltweit gängigen ISO-Prüf- norm 10993 zertifi ziert.
Loctite Assurecure ? Kennziffer 112 Henkel, Düsseldorf, Tel.
+49/211/797-0, www.henkel.com PDAP7-Software ? Kennziffer 109 Jessenlenz, Lübeck, Tel.
+49/451/87360-0, www.jessenlenz.de