KM Juni 2011 26 www.kunststoff-magazin.de Spezial: Maschinen und Anlagen für Kunststoffverarbeiter Snate äuren, Laugen, Lösemittel, Isocya- – wer mit gefährlichen Stoffen umgeht und sie in Containern trans- portiert, steht am Ende immer vor dem Problem der sachgerechten Entsor- gung der Behälter.
Lange Zeit bestand die gängige Praxis der Rekonditionierer darin, gebrauchte und nicht wieder verwendbare Container nach der Rei- nigung zu zerlegen und nach Stoffen getrennt entweder zu verwerten oder zu entsorgen.
Die Kunststoffi nnenbe- hälter wurden gesammelt und zur Ab- fallverbrennung gefahren.
Diese Me- thode verursacht jedoch hohe Trans- port- und Entsorgungskosten.
Hinzu kam, dass die Entsorger die Chargen ablehnten, wenn ihre Anlage ausgelas- tet war.
Daher gehen inzwischen im- mer mehr Rekonditionierer dazu über, die nicht wieder verwertbaren Innen- behälter zu recyceln: Der Kunststoff wird, zu Mahlgut verarbeitet und verk- auft.
Das Unternehmen Fass-Braun im westfälischen Hagen hat dazu einen speziell für ihre Ansprüche entwickel- ten Shredder auf dem betriebseigenen Gelände installiert, der seitdem die Kunststoffbehälter verarbeitet.
„Bedingt durch das letzte Füllgut fallen bei der Reinigung immer wie- der Container aus: Restanhaftungen und Verfärbungen an den Innenbe- hältern akzeptieren die meisten Kun- den nicht und entsprechen auch nicht unserem Qualitätsstandard“, erklärt Stefan Nitsche von Fass-Braun.
In der Regel werden in dem Unternehmen, das sich auf die Rekonditionierung von Fässern und Containern speziali- siert hat, die eingehenden Verpackun- gen gereinigt, so dass sie wieder ver- wendet werden können.
Lassen sich dabei nicht alle Restanhaftungen ent- fernen, blieb früher bei den Kunst- stoffbehältern nur die Entsorgung.
Die benutzten Behälter wurden dazu in einem Lager der Firma gesammelt und dann in Lkw-Chargen zur Ver- brennung Verwertung gefahren.
Da jedoch Kunststoffabfälle im Vergleich zur gleichen Menge Hausmüll deut- lich mehr Hitze erzeugen, wurden die Lieferungen von den Entsorgern oft abgewiesen.
Je nach Auslastung der Anlage mussten die voluminösen Chargen dann oft tagelang zwischen- gelagert werden.
Statt hoher Entsorgungskosten für gebrauchte IBCs zu zahlen, lohnt es, sich über das Recycling der stan- dardisierten Behälter Gedanken zu machen.
Mit entsprechender Auf- bereitungstechnik kann es gelin- gen, aus dem Abfall sprichwört- liches Kapital zu schlagen.
Gefahrgutbehälter zu Rohstoffen Zerkleinerungstechnik macht aus IBCs wertvolles Granulat „Rohstoff“ Statt die Behälter zu entsor- gen, lassen sie sich zu hochwertigem Mahlgut aufbereiten.
(Quelle: Frank C.
Müller, Wikimedia Commons).
Die Zerkleinerungsanlage verarbeitet bis zu einer Tonne Material pro Tag und füllt es in Big-Bags.