KM Juni 2011 24 www.kunststoff-magazin.de Spezial: Maschinen und Anlagen für Kunststoffverarbeiter Inline-Monitoring von Inline-Monitoring v o nKunststoffschmelzen Kunststoffschmelzen Standard-Prozessanschluss Temperaturbereich: bis 350°C Druckbereich: bis 150 bar Telefon Mail office@topas-gmbh.de Telefax +49 (351) 21 66 43 55 Internet www.topas-gmbh.de +49 (351) 21 66 43 - 0 E- Topas GmbH Oskar-Röder-Str.
12 D-01237 Dresden Verfahrensoptimierung Chargen- charakterisierung Prozessmonitoring Qualitätskontrolle Echtzeitkontrolle der Reinheit von Schmelzen Überwachung der Füllstoffdispergierung Neu: Polymer Melt Particle Sensor PMP 694 Thermoformen mit Hinterschnitt Im August 2008 berichtete diese Zeitschrift über das Un- ternehmen Volpini in Österreich, das erstmals plastische Konturen im Thermoformen auf einer Maschine von Illig re- alisierte.
Während der Interpack stellte der Maschinenher- steller nun weitere Möglichkeiten vor.
Als Fußball aufgemachte bauchiger Becher und Joghurtbe- cher mit trapezförmigem Standfuß sind nur zwei der neu- en Verpackungslösungen mit ausgeprägt hinterschnitte- nen Konturen.
Bislang dem Spritzgießen und Blasformen vorbehalten, entstehen mit dem Hinterschnitt-Thermo- formen beispielsweise markant designte Becher für Mar- melade, Brotaufstrich, Pudding oder Fruchtjoghurt bis hin zu Flaschen für Säfte, isotonische Getränke oder Trink- joghurt.
Zum Einsatz kommt hierfür die Form- und Stanz- maschine vom Typ BF 70.
Sie baut im Konzept auf bereits bewährte Becherform- und Molkereimaschinen auf und eigne sich für die direkte Verkettung mit Füll- und Schließ- maschinen.
Optisch unterscheiden sich die mit der Hinterschnitt- Technik thermogeformte Produkte, so der Maschinen- bauer, nicht von spritzgegossenen oder blasgeformten Verpackungen.
Der gravierende Unterschied betreffe das Formteilgewicht: Die thermogeformten Verpackungen wiegen demnach – je nach Anwendung – bis zu 40 Pro- zent weniger als die im Wettbewerbsver- fahren hergestell- ten.
Trotz Gewicht- seinsparung werde die für die jeweilige Anwendung gefor- derte Steifi gkeit und Stabilität (Top Load) der Verpackung beim Thermoformen durch reproduzier- bar beherrschte Pro- zessführung zuver- lässig eingehalten.
Die Maschine ar- beitet von der Rolle.
Wie beim Thermo- formen Standard, wird die auf Um- formtemperatur er- wärmte Folie in der Formstation tiefge- zogen, anschließend werden die Formtei- le in der Stanzstati- on mit Bandstahl- schnitten aus dem Formband getrennt.
Um Formteile mit Hinterschnitt im Ziehverfahren her- zustellen, kommt in der Formstation allerdings ein geteiltes Werkzeugunter- teil mit beweglichen Segmenten zum Einsatz.
Gleichzeitig sei der Formungsablauf so gestaltet, dass auch bei kleiner Ausgangsfl äche eine große Ziehtiefe mit gleichmäßiger Wanddickenverteilung erreicht werde.
Dazu werden nur die für die Formteile relevanten Bereiche der Folie mit for- matabhängigen Kontaktheizplatten erwärmt, stufenwei- se über mehrere Takte hinweg.
Die unbeheizten Stege zwischen den Formteilen minimieren den Schrumpf des Packungsbandes in Längs- und Querrichtung.
Die Werk- zeugbeweglichkeit erlaubt eine Reihenanordnung der Be- hälter, in der Regel zweireihig, quer zur Durchlaufrichtung der Maschine.
Die Maschine ist komplett aus Edelstahl gefertigt, um sie direkt in eine verkettete Füll- und Schließanlage ein- zubinden.
Dazu ist die Taktzahl auf die FS-Linien abge- stimmt das Formen der Ziehteile mit steriler Luft ist möglich.
Mit einer in die Füll- und Verschließanlage in- tegrierten Maschine sollen sich im Vergleich zu zugeliefer- ten Verpackungen – zusätzlich zur Materialkostenerspar- nis – die sonst stets anfallenden, erheblichen Transport- und Handlingkosten einsparen lassen.
Kurze Rüstzeiten beim Produktwechsel fördern die Wirtschaftlichkeit zu- sätzlich – kombiniert mit markantem Verpackungsdesign für die nachhaltige Produktpräsentation.
BF 70 ? Kennziffer 78 Illig, Heilbronn, Tel.
+49/7131/505-0, www.illig.de ? Kennziffer 2