Doppelschnecken-Technologie für Effizienz und hohe Füllgrade

Direkt zur Folie

Die Direktextrusion zur Herstellung mehrschichtiger Blasfolien soll Produktivität und Energieeffizienz steigern, die Produktionskosten senken und die Folieneigenschaften verbessern. Nach Praxistests der zur K 2013 vorgestellten Technologie soll sie nun zur kommerziellen Nutzung weiterentwickelt werden.

Der Doppelschneckenextruder in der Blasfolienanlage soll die Produktivität und Energieeffizienz der Anlage steigern und Füllstoffanteile bis 50 Prozent ermöglichen.

Die Evolution Ultra Fusion verarbeitet Rohstoffe direkt - ohne vorherige Vortrocknung und Compoundierung. Reifenhäuser Kiefel Extrusion hat dazu einen Doppelschneckenextruder der Baureihe Reitruder in eine Blasfolienanlage integriert. Die Produktionskosten für die Herstellung dreischichtiger Folien sollen mit dieser DirektextrusionsTechnologie gegenüber der Verarbeitung von Compounds und Masterbatches um über 15 Prozent sinken.

Das volle Einsparpotenzial der Technologie zeige sich vor allem bei der Herstellung gefüllter mehrschichtiger Folien, bei denen ein Teil des teuren Rohstoffs wie Polyethylen durch kostengünstigere Füllmaterialien wie Calciumcarbonat (CaCO3) ersetzt wird. Mit der vorgestellten Technologie erreichen die Produzenten laut Anlagenbauer Füllgerade bis 50 Prozent. Die Herstellkosten seien so um über 20 Prozent reduzierbar. Neben der Kosteneinsparung wirken sich die hohen Füllgerade positiv auf die Folieneigenschaften aus: Folienfestigkeit und -steifigkeit steigen und die Dehnung der Folie sei geringer. Darüber hinaus sei die Technologie geeignet, Folien mit speziellen Eigenschaften zu produzieren, zum Beispiel atmungsaktive Folien. Mögliche Anwendungen sind darüber hinaus beispielsweise Blumenerde- und Torfverpackungssäcke, Folien für Pressverpackungen, atmungsaktive und nicht atmungsaktive Backsheet Folien für Windeln sowie Bio-Folien, zum Beispiel PLA plus Füllstoff.

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Eine typische Anlagenkonfiguration für die Direktextrusion.

Gemeinsam mit einem Industriepartner führt Reifenhäuser Kiefel die Technologie nach eigenen Angaben durch Entwicklung industrietauglicher Produkte derzeit zur Marktreife. Bereits jetzt könne die Technologie im Technikum für die Herstellung von Vliesstoffen, Folien und Wood Polymer Composites getestet werden.

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