Extrusion

Flachfolienextrusion für EVA-Werkstoffe

Erstmals lassen sich laut Hersteller Berstorff EVA-Folien bei hohen Geschwindigkeiten mit mehr als drei Meter Breite produzieren. Diese weisen günstige optimale optische Eigenschaften und geringen Schrumpf auf.

Der Zweischneckenextruder soll den Werkstoff EVA schonend und homogen aufbereiten.

EVA sei als Rohstoff für technische Folien für verschiedene auf dem Vormarsch. So werden in der stetig wachsenden Photovoltaik-Industrie EVA-Folien schon heute in 95 Prozent der Einsatzfälle als Einkapselungsfolien für Siliziumzellen in Solarmodulen eingesetzt. Interessant ist der Einsatz von EVA-Folien auch in Verbundsicherheitsglasscheiben, da diese gegenüber heute eingesetzten Folien aus Polyvinylbutyral (PVB) günstiger und einfacher zu fertigen sind.

In umfangreichen Untersuchungen in Kooperation mit dem Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik (CSP) in Halle sei nachgewiesen worden, dass EVA-Folien aus der Extrusionsanlage hochtransparent sind. Sie weisen demnach eine Transmission in einem Glas-EVA-Glas-Prüfkörper im Spektralbereich zwischen 420 und 1100 Nanometer von 99 Prozent auf. Gleichzeitig sei der heute typischerweise auftretende Schrumpf um bis zu 45 Prozent auf unter 5 Prozent reduziert werden. Diese Ergebnisse seien für handelsübliche Neuwarerezeptur, aber auch für eine dreifach rezyklierte Probe ermittelt worden. Die Rezyklierbarkeit von EVA-Folien macht den Herstellprozess deutlich wirtschaftlicher und ökologischer und damit lukrativer für Folienhersteller.

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Kernkomponenten der neuen Extrusionslinie sind der Zweischneckenextruder und eine spezielle, zum Patent angemeldete Nachfolgeeinheit. Sie ist hauptverantwortlich für den geringen Schrumpf und die hochwertigen optischen Eigenschaften der Folie. Mit dieser Einheit ist außerdem eine doppelseitig geprägte Folie herstellbar. Der eingesetzte Zweischneckenextruder erlaube dank seiner guten Homogenisierleistung die Einarbeitung der Recyclingware ohne Qualitätseinbußen und biete dem Folienhersteller zudem die Möglichkeit, mit Einzelkomponenten anstelle von Precompounds zu arbeiten, was wiederum kostengünstiger ist.

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