Extrusion

Brunnenrohre aus PP

Im italienischen Perugia geht demnächst eine Extrusionslinie zur Herstellung von Mehrschicht-Brunnenrohren aus PP in Betrieb.

Eingesetzt werden solche Brunnenrohre, um Trinkwasser aus Grundwasser zu gewinnen. Dazu werden sie bis zur Wasser führenden Schicht in die Erde eingebracht. In diesem Bereich verfügen die Rohre über Öffnungen, durch die das Wasser in den Rohrinnenraum eindringen kann. Und wenn solche Rohre bis dato vorzugsweise aus PVC hergestellt wurden, so will der italienische Rohrfabrikant Riccini es zur Abwechslung mal mit PP versuchen. Dabei wird die Mittelschicht aus einem mit Kreide gefüllten PP bestehen, um die Gestehungskosten der Rohre zu senken. Innen- und Außenschicht der Rohre sind aus ungefülltem PP und werden vom Coextruder fabriziert.

Haupt- und Coextruder sowie den zugehörigen 3-Schicht-Rohrkopf liefert Krauss-Maffei Berstorff. Mit dem Hauptextruder, der bei einer maximalen Ausstoßleistung von 760 kg/h für PP und 1100 kg/h für PE-HD ein besonders günstiges Preis-Leistungsverhältnis bieten soll, ergänzt der bayerische Maschinenbauer seine Extruderbaureihe für Polyolefinrohre.
Die Maschinen verfügen über Verfahrenseinheiten mit einem L/D-Verhältnis von 36. Dadurch ließen sich sowohl der spezifische Massedurchsatz als auch die Gesamtausstoßleistung steigern. Außerdem werde die Prozesssicherheit erhöht und der Verschleiß minimiert. Das Schneckenkonzept verbessere darüber hinaus die thermische und stoffliche Homogenität der Schmelze und führe zu relativ niedrigen Schmelzetemperaturen. Inzwischen sollte die Anlage in Perugia soweit fertiggestellt sein, dass sich jetzt schon mehr darüber erfahren ließe.

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