Extrusion

Polen bekommt Profil

Mit Komplettlinien Fertigungskapazität ausgebaut
Profile für Polen: das Produktprogramm ist breit gefächert.
Polen bekommt noch mehr Profil: Rund 16.000 Tonnen Kunststoffprofile pro Jahr fertigt auf ihren mehr als 30 Extrusionslinien die polnische Firma Poli-Eco, die mit Komplettanlagen ihre Fertigungskapazität weiter ausbaut.

Mit einem jährlichen Wachstum von 20 Prozent konnte der Profilfabrikant aus dem polnischen Zary seit 2004 gleich dreimal in Folge den Preis als das am schnellsten wachsende Unternehmen in seiner Region einheimsen. Heute betreibt Poli-Eco insgesamt 34 Extrusionslinien. Davon kommen immerhin 29 aus Bad Oeynhausen von der dort ansässigen Firma Battenfeld Extrusionstechnik. Fast alle Linien werden als Doppelstrang-Extrusionsstrecken gefahren, um die rund 16.000 Tonnen Profile pro Jahr zu produzieren. Im vergangenen Geschäftsjahr 2007 erzielte der polnische Betrieb einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro. Für dieses Jahr plant man einen Umsatzzuwachs von 25 Prozent, um am Ende insgesamt 51 Millionen Euro in der Kasse zu haben, erklärt der Geschäftsführer Krzysztof Szymanski. Damit werde sein Haus die Marktposition als einer der drei führenden Profilhersteller in Polen weiter festigen.

Mit Dichtungen fing es an

Nach der Gründung als Handelsvertretung 1992 begann Poli-Eco 1994 im Werk Szprotawa mit der Herstellung von Kühlschrankdichtungen. 1997 nahm man dann die erste Extrusionslinie zur Herstellung von Fußbodenleisten aus PVC-weich in Betrieb. Im Jahr 2000 begann man als eines der ersten Unternehmen in Polen mit der Herstellung von geschäumten PVC-Sockelleisten und -Möbelprofilen. Heute hält der extrem schnell gewachsene Kunststoffverarbeiter rund 630 verschiedene Produkte für seine Kunden auf Lager bereit, in allen erdenklichen Farben, vornehmlich aus PVC-hart, aber auch aus PVC-weich oder transparentem PVC. Neben Kühlschrankdichtungen, kompakten und geschäumten Fußbodenleisten und Möbelkanten gehören dazu auch Profile für Küchenmöbel und für Duschkabinen sowie sonstige Dichtungen. Zum Produktspektrum zählen außerdem komplette Systeme für Fußböden und Küchen inklusive passender Spritzgussteile und Befestigungselemente, die das Unternehmen ebenfalls selbst fertigt. Mehr als 70 Prozent der gesamten Produktionsmenge wird exportiert – vornehmlich nach Russland, außerdem nach Weißrussland, in das Baltikum, nach Kasachstan, Moldawien, Rumänien, Bulgarien sowie in die Ukraine.

Anzeige

Obwohl gerade der Bereich PVC-Sockelleisten zu den hart umkämpften Segmenten des Profilmarkts gehört, ist es der polnischen Firma gelungen, die führende Stellung in ihrem Land stetig auszubauen und im Exportmarkt eine wettbewerbsfähige Position einzunehmen. Um die Wertschöpfungstiefe auszubauen, hat das Unternehmen 2005 in einen eigenen Mischbetrieb investiert. Heute stellt man die monatlich benötigte Menge von 1200 Tonnen Dryblend selbst her. Darüber hinaus hat das Unternehmen an dem 2004 bezogenen zweiten Standort in Zary ein neues Logistikzentrum auf einer Fläche von 5000 Quadratmeter eingerichtet. Gerade läuft ein weiteres Investitionsprojekt an, in dem auf einer Fläche von 7000 Quadratmetern neue Büro- und Produktionsflächen geschaffen werden sollen.

Technisch ausgereift

In der Vergangenheit habe der polnische Kunde nach Angaben von Battenfeld pro Mahr drei bis vier Extrusionslinien aus Bad Oeynhausen geordert und installiert. Auch in diesem Jahr wurden bereits vier neue Linien in Betrieb genommen. Rund 20 der dort in Polen betriebenen Extrusionslinien sind Minibex-Linien. Diese Komplettlinien brachte Battenfeld vor rund sechs Jahren auf den Markt und konnte sie erfolgreich positionieren. Genau wie bei den Schwestermodellen Winbex, Basebex und Techbex handelt es sich hierbei um standardisierte, technisch ausgereifte Anlagenkonzepte. Es geht um Komplettanlagen, in denen alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind: von der Materialdosierung über Extruder, Werkzeug, Nachfolge bis hin zum Handling der Halbzeuge und der Steuerung.

Das Konzept der Minibex, der Plug- and Play-Komplettanlage zur Herstellung hochwertiger, technischer Kleinprofile, besteht aus fünf Komponenten: einem Nachfolgeverbund, der mit vier verschiedenen Extrudertypen kombiniert werden kann. Als Verfahrenseinheiten stehen der aktiv-konische Doppelschneckenextruder BEX 2-54 C, der parallele Doppelschneckenextruder BEX 2-50-16 sowie die beiden Einschneckenextruder BEX 1-45-25 und BEX 1-60-25 jeweils mit einer ganz speziellen Steuerung zur Verfügung. Der Nachfolgeverbund ist mit einem vier oder alternativ einem sechs Meter langen Kalibriertisch lieferbar. Alle Komponenten des Nachfolgeverbunds – Kühl- und Kalibriereinheit sowie Ablängvorrichtung – werden komplett vormontiert und bereits verdrahtet angeliefert, so dass die Gesamtanlage bereits vier Stunden nach ihrer Anlieferung die Produktion aufnehmen kann. Dank des modularen Aufbaus der Komplettanlagen sei es auf Kundenwunsch jederzeit möglich, eine individuelle Lösung zu finden. So habe sich Poli-Eco bei den vier in diesem Jahr gelieferten Minibex-Anlagen anstelle der eigentlich vorgesehenen Steuerung für die intuitiv zu bedienende Variante entschieden. Doch das ist schon der nächste Schritt.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Kunststoff Magazin Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite