Flexible Seitenbeschickung

Größe und Innovation

Extruder liefert bis zu 15 Tonnen pro Stunde
Hochleistungsextruder mit mehr als 30 Tonnen Gesamtgewicht und interessanten Features.
Schiere Größe allein überzeugt die Verfahrenstechniker nicht. Der größte bisher gebaute Doppelschneckenextruder der Maxx-Serie will beim Kunden auch mit technischen Highlights punkten.

Zwar wurde nicht bekannt, wer ihn bekommt und was er produzieren soll, die Auslieferung des ersten Extruders vom Typ ZSE180Maxx Ende September 2009 ist trotzdem bemerkenswert: Mit mehr als 30 Tonnen Gesamtgewicht und einem möglichen Durchsatz über 15 Tonnen pro Stunde ist das der größte jemals von Leistritz gebaute Extruder. Technisch entspricht die Maschine den kleineren „Schwestern“ der Baureihe, die dank optimierter Energieeinleitung ein breites Prozessfenster bereit stellen sollen, also hohe Durchsätze bei niedrigen Massetemperaturen. Stellvertretend für die Variabilität des Systems wurde zur Fakuma eine ZSE60Maxx mit einem 48D-Verfahrensteil und zwei Seitenbeschickungen präsentieren. Damit ist sie besonders geeignet für Werkstoffe mit hohen Füllgraden. Dementsprechend sind auch verschiedene Vorwärts- und Rückwärtsentlüftungen vorhanden, die die in den Prozess eingebrachte Luft entweichen lassen. Doch auch unter der Abdeckhaube finden sich Merkmale, für die sich Compoundeure und Masterbatcher gleichermaßen interessieren dürften. Aufgrund des spezifischen Drehmoments bis 15,0 Nm/cm³ zählen die Maschinen laut Hersteller zu den weltweit stärksten Extrudern. Hinzu kommt das erhöhte Volumen in der Schnecke (Da/Di = 1,66). Das verbesserte Drehmoment-Volumen-Verhältnis könne den Durchsatz um bis zu 50 Prozent steigern. Dementsprechend hoch ist die Kühlleistung des Extruders. Basis des Antriebs ist das Getriebe eines deutschen Herstellers und der wassergekühlte Drehstrommotor. Diese Kombination stehe für das weltweit stärkste Antriebskonzept bei gleichläufigen Doppelschneckenextrudern.

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Seitenbeschickung der neuen Art

Bei der Zudosierung schlecht rieselfähiger Zuschlagstoffe in den Extrusionsprozess kann es zu Brückenbildungen, Unterbrechungen des Prozesses oder unerwünschten Rezepturabweichungen kommen. Eine Lösung verspricht die Seitenbeschickung LSB Flexx. Wo früher eine starre Wand in der Einfüllöffnung war, kann nun ein Silikon- oder Kautschukteil eingesetzt werden, das die ursprüngliche Form nachbildet. Die materialabgewandte Seite ist rippenförmig ausgebildet. Eine pneumatisch angetriebene Rolle fährt an den Rippen oszillierend entlang. Die Steuerung des Extruders kann die Linearbewegung ein- oder ausschalten und die Pausen- beziehungsweise Taktzeit in vollen Sekunden einstellen. So wird die Wand in Bewegung versetzt und Brückenbildungen in der Einfüllöffnung verhindert, besser gesagt, bereits gebildete Brücken aufgelöst. Ein weiteres Plus: Die produktberührende Wand ist glatt und damit leicht zu reinigen. Langwierige und teure Reinigungen von mechanischen Rührwerken, Rüttelmotoren oder etwa Abstreifern, die bislang zur Verhinderung von Brücken eingesetzt wurden, entfallen.

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