V-Typ Siebwechsler

Rückgespült: Polyolefinplatten-Herstellung

Eine bisher bei der PET-Verarbeitung eingesetzter Filter ist mit seiner speziellen Technologie nun bei der Direktextrusion von geschredderten HDPE-Blasformartikeln im Einsatz.

An seinen Produktionsprozess stellt der auf die Plattenherstellung spezialisierte Kunde hohe Anforderungen: Auf der einen Seite muss die Qualität des Halbzeugs optimal sein, da die extrudierten und anschließend konfektionierten Platten für hochwertige Tiefziehartikel in der Automobilindustrie ihren Einsatz finden. Auf der anderen Seite möchte der Verarbeiter aus ökologischen und ökonomischen Gründen für diese Anwendung ausschließlich Recyclingware nutzen, die aus Produktionsresten und Post-Comsumer-Abfällen besteht. Beide Anforderungen soll der Schmelzefilter von Kreyenborg unter einen Hut bringen. Dies stellt er laut Anbieter bereits seit einiger Zeit in der Plattenextrusionsanlage mit rund 900 kg/h Ausstoß unter Beweis. Der Vier-Stellen-Bolzensiebwechsler mit Verdrängerprinzip gewährleiste selbst bei hohen Verschmutzungsgraden die zuverlässige, vom Systemdruck unabhängige Funktion. Dank seines patentierten Filtrationskonzeptes vereint er eine große Filterfläche mit der Regelbarkeit der Materialentnahme aus dem Extrusionsprozess und der effektiven und automatischen Rückspülung.

Im V-Typ Siebwechsler wird die Schmelze über vier Siebstellen mit einer Filterfläche von in diesem Falle jeweils 244 cm² geleitet. Die aus dem Extruder kommende Schmelze wird eingangsseitig in vier Masseströme geteilt und nach der Filtration im beheizten Stahlgehäuse wieder zusammengeführt. Jeder Siebstelle ist ein Rückspülstößel zugeordnet, der die Verunreinigungen mit einer definierten Materialmenge ins Freie leitet. Gestartet wird die Rückspülung automatisch bei Erreichen eines vorher definierten Differenzdrucks, der den Verschmutzungsgrad des Siebpakets abbildet. Die hydraulisch betriebenen Rückspülstößel arbeiten kraftvoll und können selbst bei hochviskosen Materialien wie HDPE und bei hohen Verschmutzungsgraden ausreichende Rückspüldrücke auslösen. Dank der kraftvollen Rückspülung muss, so der Entwickler, nicht so häufig gespült werden wie bei herkömmlichen Systemen, was einen klaren Kostenvorteil bringe. Auch ein Siebwechsel lässt sich einfach bei laufender Produktion durchführen, da während dieser Zeit der Schmelzestrom durch die im System verbleibenden Siebstellen geleitet wird. Der Siebwechsler arbeitet also nicht nur systemdruckunabhängig sondern auch kontinuierlich. Mit Einsatz der Technologie sollten sich nur Produktqualität und Prozesssicherheit verbessern, in der Sume dürften sich auch die Kosten positiv entwickeln.

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