Extrusion

Co-Extrusion im Eiltempo

Fensterprofil-Fertigung drastisch beschleunigt
Sechs Meter pro Minute eines 5-Kammer-Fensterprofils produziert eine Linie mit Hilfe eines fast 20 Meter langen Werkzeugs.

Rekordverdächtig sind nicht nur die Dimensionen dieses Werkzeuges für die Kern-Coextrusions-Technologie, sondern auch die Leistung. Salamander Industrie-Produkte (kurz Salamander) produziert damit drei Profile des Kunststoff-Fenstersystems Streamline mit der bisher nicht erreichten Geschwindigkeit von sechs Metern pro Minute. Dabei weist das 5-Kammer-Profil eine Bautiefe von 76 Millimeter auf.

Das neue Kern-Coextrusions-Werkzeug soll Produktivität und Qualität unter einen Hut bringen. Dank gedrehter Bauweise werde bei hoher Extrusionsgeschwindigkeit ein hohes Maß an Präzision erreicht. Die Bauweise garantiere auch eine gerade Innensteg-Geometrie. Die im Tank vertikal abgezogenen Sichtflächen wirken sich zudem positiv auf die Oberflächenqualität aus, die Riefenbildung auf den Profiloberflächen sei deutlich reduziert worden.

Geringer Vakuumenergieverbrauch

Konventionelle Werkzeuge in vergleichbarer Größe weisen laut Werkzeughersteller einen Vakuumenergieverbrauch von rund 31,5 kW/h auf. Bei Salamander wurde dieser Verbrauch auf 6,2 kW/h reduziert. Das entspricht einer Einsparung von mehr als 80 Prozent. Möglich wurde das durch Abdichten der Schlitze zwischen den sieben Trockenkalibern mit „Geschlossenen Vakuumringen“ – einem Patent von Greiner Extrusion. Gleichzeitig wurden die Pumpen zur Vakuumerzeugung ausgetauscht und frequenzgesteuert.

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Durch die bedarfsgerechte Regelung der Vakuumpumpen und die fehlende Falschluftzufuhr sank der Lärmpegel der gesamten Extrusionslinie um 10 bis 15 dB. Für die Arbeiter an der Linie bedeutet diese Lärmminderung eine deutliche Entlastung. Durch Einbau des ebenfalls patentierten „Geschlossenen Wasserkreislaufs“ sank der Kühlwasserverbrauch des Werkzeugs um 47 Prozent auf 20 m³/h.

Der Anwender

Die mehrheitlich in Familienbesitz befindlichen Salamander Industrie-Produkte mit Stammsitz in Türkheim/Unterallgäu zählt sich zu den führenden europäischen Systemgebern und ist Hersteller von Fenstersystemen aus Kunststoff. Die in Deutschland an den beiden Standorten in Türkheim und Papenburg produzierten Profilsysteme werden in der Sanierung sowie im Neubau beim Wohnungs- und Objektbau eingesetzt. Weltweit beschäftigt Salamander rund nach eigenen Angaben 1200 Mitarbeiter.

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