Feddem auf der K 2022

Annina Schopen,

Fern-Assistenz mittels Augmented-Reality

Bei Feddem werden neben den Extrudermodellen des Herstellers von Extrusions- und Compoundieranlagen Neuentwicklungen in der Peripherietechnik sowie Augmented-Reality-Anwendungen im Mittelpunkt der Messepräsenz stehen.

Doppelschneckenextruder Typ FED 26 MTS mit Verlängerungsmodul und Zusatzaggregaten © Feddem

Feddem präsentiert auf seinem Stand das aktuelle Modell des Doppelschneckenextruders FED 26 MTS mit Zusatzaggregaten für die Kleinmengenproduktion im Labor- oder Technikumseinsatz. Das Exponat ist mit folgendem Zubehör ausgestattet: dem Basis-Extruder mit 32 L/D und einem 10 L/D Verlängerungsmodul, 34 kW installierter Antriebsleistung und max. Schneckendrehzahl 1200 UpM; einer FSB-Seitenbeschickung in Standardausführung; einer FSV-Vakuum-Seitenentgasung; dem FSK-Strangkopf mit FEDDEMs patentierter Bogendüsenplatte und der neuen FSB-V-Seitenbeschickung mit Vakuumunterstützung.

„Die neue Feddem FSB-V-Seitenbeschickung mit Vakuumunterstützung wurde zur Optimierung der Seitenströme in den Compoundierprozess entwickelt“, so Klaus Hojer, Business Development Manager bei Feddem. „Hierbei wird vor dem Eintritt in den Extruder Luft aus dem dosierten Seitenstrom gesaugt. Damit kann bei leichteren Schüttgütern eine erhebliche Durchsatzsteigerung des Gesamtprozesses erreicht werden“.

Der Maschinenbauer stellt zudem die zweite Generation seiner FRE-Reinigungseinheit für Doppelschneckengehäuse vor. Sie wurde im Hinblick auf Gewichtseinsparung überarbeitet. Die Energieversorgung erfolgt jetzt über einen Akku – die Kabelverbindung zum Stromnetz entfällt. Durch die Gewichtsreduzierung konnte das Gewicht der gesamten Vorrichtung z. B. bei einer Reinigungseinheit für einen 72 mm Doppelschneckenextruder mit 32 L/D Verfahrenslänge auf weniger als 10 kg reduziert werden, so der Hersteller.

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Das Funktionsprinzip der Vorrichtung ist weiterhin drehmoment-kompensiert für den Bedienenden, d. h. evtl. Drehmomentstöße der Bürsten werden über das Verteilergetriebe in das Gehäuse des Extruders eingeleitet. Der Bedienende ist dadurch zuverlässig vor ruckartigen Reaktionskräften geschützt und die Verletzungsgefahr durch Drehmomentstöße während des Betriebes wird vollständig eliminiert. Ältere FRE-Reinigungseinheiten können auf Akku-Betrieb umgerüstet werden, jedoch ist eine werkseitige Anpassung der Antriebswelle erforderlich.

Fern-Assistenz mittels Augmented-Reality

Ein weiteres Highlight auf dem Messestand werde die Demonstration der Fern-Assistenz mittels Augmented-Reality und der erweiterten digitalen Bereitstellung von Informationen sein, kündigte Feddem an. „Wir demonstrieren hier live die Adaption des Oculavis-Share-Systems auf unseren Produkten,“ erläutert Klaus Hojer. „Neben einer Echtzeit-Unterstützung von Servicearbeiten über das Fernwartungssystem (Remote Guidance) ist das System auch für die „Schritt-für-Schritt“-Anleitung (Self Guidance) über die Kopplung von bildgebenden Verfahren mit hinterlegten Informationen geeignet – ohne direkt mit einem unserer Experten in Kontakt zu stehen“.

Das Sinziger Unternehmen hat außerdem bei der Technologie der LFT-Pultrusionslinien zur Herstellung von LFT-G-Langgranulat einen neuen Blick auf die Details der Anlagenkomponenten geworfen, um Leistung, Qualität und Handhabung zu verbessern. Die Ergebnisse seien neben engen Toleranzen vom Fasergehalt im Granulat auch die Wiederholgenauigkeit der erzielbaren Materialeigenschaften des LFT-Compounds bei unterschiedlichen Anlagen und Anlagengrößen mit Abzugsgeschwindigkeiten von bis zu 60 m/min.

Der Einsatz eines patentierten, modularen Imprägnierwerkzeuges spielt hierbei eine entscheidende Rolle. „Unser Extruder zur Aufbereitung der Schmelze ist hier parallel zu der Roving-Strecke aufgestellt, was erhebliche Einsparungen im Platzbedarf der Anlage erlaubt. Die Feddem-Pultrusionsanlage benötigt nur wenig mehr Aufstellraum als eine konventionelle Compoundinganlage. Alle Wartungszugänge der einzelnen Anlagenkomponenten wurden so ausgelegt, dass ein direkter und schneller Zugang ermöglicht wird, um eine höchstmögliche Anlagenverfügbarkeit zu gewährleisten“ erläutert Klaus Hojer.

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