Extrusion

Damit der Reifen rollt

Eine erweiterte Extrusionsanlage ermöglicht die Extrusion von sehr unterschiedlichen Mischungen, um mehrere Komponenten der Reifen-Laufflächen in einem Durchgang zu produzieren.

Rollwiderstand reduzieren, Haftung verbessern, Lebensdauer erhöhen – die Anforderungen an Reifenentwickler sind vielfältig und zum Teil widersprüchlich. Berstorff hat deshalb die Extrusionsanlagen-Baureihe Muliplex zur Herstellung von Reifenkomponenten um eine Quintoplex-Anlage mit fünf Extrudern ergänzt. Damit erhalten Reifenspezialisten die Möglichkeit, zusätzliche leitfähige oder andere Mischungen in den Laufstreifen einzubringen. Beispielsweise wird immer mehr Kieselsäure – genannt Silica – statt Ruß zugesetzt, um vor allem das Fahrzeugverhalten auf nasser Straße zu verbessern, den Bremsweg zu verkürzen oder um den Rollwiderstand zu reduzieren und dadurch auch den Kraftstoffverbrauch zu senken.

Mit der neuen Anlage lassen sich bis zu fünf Reifenbauteile – Cap, Base, Wings, Cushion und Chimney – mit unterschiedlichen Mischungen, in einem Arbeitsgang zu einem Laufstreifen zusammenfügen. Sie kann je nach Anforderung mit kaltgespeisten Extrudern der Baugrößen 45 bis 250 Millimeter Schneckendurchmesser bestückt werden.

Bewährte Komponenten aus den Quadroplex-Anlagen wurden optimiert, um den fünften Extruder thermisch entkoppelt im Mittelteil des Kopfes zu platzieren. Die spezielle Konstruktion der kurzen Fließkanäle im Extrusionskopf ermöglicht es, das Extrudat ohne extreme Materialumlenkungen vom runden Profil der Schneckenzone in eine rechteckige flache Form zu bringen. Neben der hohen Wirtschaftlichkeit, dem geringen Platzbedarf haben die Entwickler nach eigenen Angaben auf gute Zugänglichkeit der Maschine für den Anwender geachtet. Speziell für asymmetrische Leichtlauf-Reifen kann somit die Austrittspositionen der leitfähigen Mischung durch spezielle Einsätze frei auf der Lauffläche variiert werden. Beispielsweise bringen viele Pneu-Hersteller einen leitfähigen Steg, das Chimney, im Laufstreifen ein, um die Möglichkeit zur Entladung bei Laufflächen mit hohem Silica-Anteil zu verbessern. Dieser sorgt dafür, dass die elektrostatischen Ladungen in die Fahrbahn abgeleitet werden.

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