Extrusion

Doppelter Spareffekt

Hochleistungsextrusion mit minimiertem Energiekonsum
Leistungsstarker DS-Extruder für die Mehrfachextrusion.
Nicht nur die permanente Weiterentwicklung bestehender Extruderkonzepte, sondern auch die Energieeffizienz der Anlagen hat sich ein österreichisches Unternehmen auf die Fahnen geschrieben.

Hochleistungsanlagen für Rohr- und Profilhersteller sowie das Motto der „ganzheitlichen Energieoptimierung“ standen denn auch während der vergangenen K im Mittelpunkt der Präsentation. Herausgestellt wurde beispielsweise von dem betreffenden Unternehmen Cincinnati Extrusion, dass man nicht als Option sondern als Standardausrüstung und ohne Aufpreis als angeblich einziges Unternehmen in der Branche in allen Ein- und Doppelschneckenextrudern wartungsfreie AC-Motoren einsetzt. Zur Grundausstattung gehörten weiterhin Zylinderisolierungen für alle Doppelschneckenextruder zur Minimierung von Abstrahlverlusten, die Polytherm-Schneckengeometrie sowie Energieoptimierungen an allen Nebenaggregaten, so dass sich in Summe eine Energieersparnis zwischen 20 und 25 Prozent realisieren ließe. Für den Betreiber einer Argos-Rohrextrusionslinie mit einer Ausstoßleistung von 600 kg/h ergebe sich daraus innerhalb eines 5-Jahres-Zeitraums die beachtliche Energiekostenersparnis von 44.000 Euro (bei 7400 Betriebsstunden/Jahr und Energiekosten von 0,07 Euro/kWh).

Mehrfach sechs Meter pro Minute

Nach eigenen Angaben verfügt der in der österreichischen Bundeshauptstadt Wien ansässige Extruderbauer über einen großen Erfahrungsschatz in der Fertigung von Ein- und Doppelschneckenextrudern für die Kunststoff verarbeitende Industrie. Mehr als 7000 konische Doppelschneckenextruder seien weltweit im Einsatz. Das sei Know-how reichlich, um mit neuen Entwicklungen den Marktanforderungen immer wieder gerecht zu werden. So konnten die Wiener Maschinenlieferanten zur K mit einer Entwicklung in der Profilextrusion über- raschen, wie sich gleich mehrfach sechs Meter Rohr pro Minute fahren lassen.

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Mit zwei Beispielen aus der Praxis wurde das unter Beweis gestellt. In beiden Fällen durch Einsatz eines leistungsstarken parallelen Doppelschnecken-Extruder vom Typ Argos 135: Im Doppelstrangverfahren, also mit zwei mal 6 m/min stellt ein bekannter Profilhersteller darauf Fensterhauptprofile her; und aluplast in Karlsruhe produziert mit einem 8-fach-Werkzeug der Firma Greiner sogar acht Glasleisten mit besagter Geschwindigkeit von 6 m/min auf einmal.

Neue Maschinen für WPC

Auf dem Gebiet des WPC (Wood Plastic bzw. Polymer Composite) stellten die Österreicher in Düsseldorf erstmals den neuen gegenläufigen, parallelen Doppelschneckenextruder FiberexA 135 vor. Dieser ergänzt das bisherige Maschinenprogramm der konisch-parallelen Fiberex-Extruder um ein High-Performance-Modell. Damit reagiere man auf die zunehmende Nachfrage nach alternativen Profilen für Außenanwendungen und der damit verbundenen Forderung nach Hochleistungsmaschinen, die Ausstoßleistungen zwischen 500 und 1000 kg/h bringen. Aufgrund der optimierten zweistufigen Entgasung sei neben den hohen Leistungen auch die Verarbeitung unterschiedlich feuchter Eingangswaren bei hoher Produktqualität gewährleistet.

Außerdem konnte man zur Kunststoffmesse in der NRW-Metropole mit Monos+ einen 37D langen Hochleistungsextruder vorstellen, der mit einem Plus (!) an Output von 40 Prozent für eine weitere Überraschung auf diesem Messestand sorgte. Hintergrund der beachtlichen Leistungssteigerung ist die veränderte Geometrie der Schneckeneinzugszone und Nutbuchse. Dabei hätte man das Schneckendesign mit der schon bewährten Power Feed Technology (PFT) nochmals optimiert. Außerdem verfüge der neue Extruder standardmäßig über eine mittels Proportionalventil genau geregelte Temperaturführung in der Einzugszone, um die für jede Materialsortierung korrekte Temperatur konstant einzuhalten. Kombiniert mit den wesentlich gesteigerten installierten Antriebsleistungen würden sich die hohen Ausstoßleistungen der vier Baugrößen mit Schneckendurchmessern von 45 bis 120 mm ergeben, die bei 270 bis 1800 kg/h liegen.

Verteilte Intelligenz

Premiere hatte in Düsseldorf auch die jüngste Steuerungsgeneration. In den Markt eingeführt unter dem Motto „Verteilte Intelligenz – Zentrale Bedienung“ zeichne sich die neue Steuerung ExcX20 touch im Vergleich zu der schon bekannten Touch-Steuerung durch drei Bedienvarianten sowie der Möglichkeit einer individuellen Gestaltung der Prozess-Visualisierung auf dem 17‘‘-TFT-Bildschirm aus. Außerdem trage das System dem Trend Rechnung, dass Hersteller von Automatisierungskomponenten wie Ultraschall-Wanddickenmessung oder Condition Monitoring zunehmend Geräte mit web-basierten Benutzerschnittstellen ausrüsten, indem es die Integration dieser Komponenten in die Extrudersteuerung ermöglicht.

Für die Datenerfassung, Speicherung und Auswertung von bis zu 50 Extruderparametern entwickelte man in Wien gemeinsam mit der Firma Boom Software das intelligente Softwarepaket Excdat, das durch eine einfache Verbindung mit dem Ethernetanschluss der Extrudersteuerung sofort einsatzbereit sei. Diese Lösung der Datenerfassung sei zu einem günstigen Festpreis erhältlich, könne aber bei steigenden Ansprüchen jederzeit auf eine zentrale, produktionsweite Maschinen- und Betriebsdatenerfassung ausgeweitet werden. Vorab allerdings ließe sich mehr noch erfahren über:

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