Einschneckenextruder BEX 75-1-34

Immer noch schneller!

Mit 1500 Umdrehungen pro Minute bringt es ein besonders schnell laufender Extruder auf zwei Tonnen Ausstoß pro Stunde.

Angefangen hat es vor knapp zwei Jahren mit einem ersten schnell laufenden Extruder, der eine Schneckendrehzahl von 1200 Umdrehungen in der Minute erreichte. Seit dessen Einführung sind schon über zwanzig Maschinen, vornehmlich für die Herstellung von PP- und PS-Folien, ausgeliefert worden. Teilweise ersetzen diese kleinen, schnellen Maschinen große Altextruder und würden die Betreiber durch ihr einfaches Handling und das sehr schnelle Erreichen eines stationären Betriebspunkts begeistern. Mit der Entwicklung des 34 D langen 75 mm-Extruder bewies Battenfeld Extrusionstechnik, dass es möglich ist, die Ausstoßleistung eines Einschneckenextruders nicht über dessen Größe, sondern über die Schneckendrehzahl zu beeinflussen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Kleinere Maschinen lassen sich mit geringerem Materialeinsatz fertigen, mit weniger Energie betreiben, benötigen eine kleinere Aufstellfläche, zeichnen sich durch ein einfacheres Handling bei Wartung und Reparaturen sowie durch kurze Farbwechselzeiten aus.

Jetzt also ist es dem Maschinenbauern aus Bad Oeynhausen gelungen, die Geschwindigkeit des Extruders nochmals um 300 U/min auf 1500 U/min zu erhöhen. Damit erreicht der 75er-Extruder mit einer installierten Antriebsleistung von 440 kW eine Ausstoßleistung von bis zu 2 t/h bei der Verarbeitung von PP bzw. sogar 2,4 t/h bei PS. Die erste Maschine dieser neuen Generation ist bereits bei einem namhaften Hersteller von Tiefziehfolien im Praxiseinsatz. Hier habe sich bestätigt, dass es trotz der besonders hohen Geschwindigkeit weder zu einer Degradation des Polystyrols noch zu einer Vernetzung kommt. Wichtige Schmelzeeigenschaften wie Viskosität und Monomergehalt werden nach Angaben des Herstellers sogar verbessert. Weitere Einsatzgebiete des Schnellläufers sind die Verarbeitung von ABS, LDPE und PET. Erste Versuche mit PLA hätten gezeigt, dass die kurze Schmelzeverweilzeit im Extruder den Polymerkettenabbau reduziert, was sich vorteilhaft auf die Transparenz der Folien auswirke.

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