Energieeinsparungsmaßnahmen

Geht auch mit viel weniger Energie

Neben technischen sprechen Aspekte der Energieeffizienz für den Einsatz von AC-Motoren an Ein- und Doppelschneckenextrudern. Dazu gibt es weitere Möglichkeiten den Energieverbrauch in der Extrusion zu senken.
Mit Hilfe von Energiebilanzen, hier beispielsweise an einem Doppelschneckenextruder Argos 93 für die PVC-Rohrextrusion, werden die optimalen Maßnahmen zur Energieeinsparung ermittelt.

Unter dem Motto „ganzheitliche Energieoptimierung“ fasst Cincinnati eine Reihe von Veränderungen zusammen, die – man höre und staune – nicht als Option und damit mit Aufpreis angeboten werden, sondern zur Standardausrüstung jedes Extruder gehören. Mit diesen sollen sich im Vergleich zu herkömmlichen Maschinen etwa 20 bis 25 Prozent Energie sparen lassen. Auf dieser Basis ergibt sich beispielsweise für den Betreiber einer Rohrextrusionslinie mit einer Ausstoßleistung von 600 kg/h innerhalb von 5 Jahren eine Energiekostenersparnis von bis zu 44.000 Euro (bei 7400 Betriebsstunden pro Jahr und Energiekosten von 0,07 Euro/kWh).

Das AC-Motoren nicht nur wartungsfrei sind, sondern vor allem einen höheren Wirkungsgrad und ein besseres Teillastverhalten aufweisen als die bisher üblicherweise eingesetzten DC-Motoren sind für den Wiener Maschinenbauer Gründe genug, alle Ein- und Doppelschneckenextruder standardmäßig mit AC-Motoren auszurüsten. Ohne erhöhte Anschaffungskosten kann der Kunde somit direkt von der Energieersparnis profitieren.
Schon seit mehr als zwei Jahren setzt dieser Hersteller standardmäßig Zylinderisolierungen ein, um die Abstrahlverluste zu minimieren. Auf der K zeigte der Maschinenbauer zum ersten Mal sein weiterentwickeltes Wärmedämmsystem, das die Abstrahlverluste um insgesamt 30 bis 35 Prozent reduzieren soll.

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Einen weiteren Baustein der ganzheitlichen Energieoptimierung ist die polytherme Schneckengeometrie. Dank dieser speziellen Ausführung kann der Energieeintrag intern im Extruder optimal umverteilt und genutzt werden, so dass rund 8 bis 12 Prozent weniger Motorantriebsleistung benötigt werden als mit herkömmlichen Schneckengeometrien.

Durch Verzicht auf eine aktive Schneckenkerntemperierung lassen sich die Energiekosten weiter reduzieren. Mit der Baureihe der konischen Doppelschneckenextruder Konos sind Maschinen auf dem Markt, die ohne aktive Schneckenkerntemperierung auskommen. Ergänzt wird das Einsparpotenzial durch Optimierungen an den Nebenaggregaten und spezielle Effizienz-Pakete.

Schließlich bietet der Maschinenbauer seinen Kunden umfangreiche Energiedienstleistungen zur Effizienzsteigerung an. Basis dafür ist die Kompletterfassung aller Daten einer Extrusionslinie in der Produktion. Eine dafür entwickelte mobile Messeinrichtung kann bis zu 20 Parameter erfassen und verarbeiten. Aus diesen Daten lässt sich dann eine individuelle und ganzheitliche Energieoptimierung des Extrusionsprozesses vornehmen.

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