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Artikel und Hintergründe zum Thema

Extrusion

Hohlkörper-Demo

Eine Lektion in Rohrextrusion
Mehr als 600 Besucher kamen zum 14. Rohrsymposium nach Wien.
Mehr als 600 Teilnehmer kamen Mitte September des Jahres nach Wien, um beim 14. Rohrsymposium über jüngste Trends und Neuentwicklungen in der Rohrextrusion informiert zu werden.

Highlight dieser Veranstaltung war das neue, erstmals vorgeführte System Kryosys, mit dem sich die Kühlstrecke bei der Rohrextrusion um die Hälfte reduzieren oder der Ausstoß verdoppeln lassen soll. Insgesamt sechs produzierende Rohrlinien wurden vom Veranstalter des Symposiums, der Wiener Firma Cincinnati Extrusion, gezeigt. Abgerundet wurde diese Hohlkörper-Demo, die Wiener Lektion in Rohrextrusion, durch eine begleitende Fachausstellung von rund 25 Partnerunternehmen, die die Möglichkeit bot, ausgedehnte Fachgespräche zu führen und sich umfassend zu informieren.

Rohre haben Zukunft

„In den nächsten vierzig Jahren werden jährlich eine Million Kilometer Rohre verlegt“, so die Schätzung des Eröffnungsredners, Professor Kroiss vom Institut für Wassergüte an der technischen Universität Wien. Rohre werden weltweit weiterhin benötigt, vor allem für Wasserversorgungs- und Abwassernetze, aber auch für den Gastransport und als Schutzrohre, da sie sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht sinnvoll sind.

Momentane Entwicklungen deuten darauf hin, dass zukünftig noch mehr Rohrtypen von kleinen bis zu sehr großen Durchmessern gefordert sind. Dieser Bedarf erfordere langfristig Neuinvestitionen, so der positive Ausblick. Rohre haben jede Menge Zukunft. Als Anforderungen an die Maschinenbauer ergeben sich: ein höherer Automatisierungsgrad, mehr Flexibilität und eine größere Bandbreite.

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Nach Einschätzung von Geschäftsführer Walter Häder sei sein Haus für die Anforderungen des Markts gut gerüstet: „Dies stellen wir mit den vorgeführten Linien, die mit Hochleistungsextrudern aus unserem Hause ausgerüstet und durch Komponenten unserer Partnerunternehmen komplettiert sind, unter Beweis. Wir zeigen die Kombination aus hoher Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit mit geringem Energieverbrauch.“ Mit den vorgeführten sechs produzierenden Rohrextrusionslinien wurde Lösungskompetenz für verschiedenste Anwendungen demonstriert.

Auf zwei Linien wurde ein 5-Schicht-Aluminum-Kunststoff-Verbundrohr hergestellt, allerdings mit unterschiedlichen Verfahren. Mit ihren insgesamt vier Extrudern, zwei Talos 60-30 G mit optimierter PEX-Schnecke und zwei Coextrudern, eignet sich die in Kooperation mit der Firma Nexans vorgeführte Gesamtlinie für Hochleistungsanwendungen. Sie erreichte bei der Herstellung eines 16-Millimeterrohrs aus PEX-b mit zwei Millimeter Wandstärke eine Geschwindigkeit von 40 Meter pro Minute. Angewendet wurde hier das Verfahren des TIG-Stumpfschweißens. Im Gegensatz dazu eigne sich die zweite vorgeführte Linie besonders für Einsteiger, die am Wachstumsmarkt Aluverbundrohre partizipieren möchten. Die als sichere, einfach zu bedienende, relativ kurze Linie nutzt die Methode der überlappenden Ultraschallverschweißung der Aluminiumschicht.

Kühlstrecke halbiert

Erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde das neuartige System Kryosys für die Herstellung von PO-Rohren. Dank eines ausgeklügelten Konzepts sei es möglich, die Kühlstrecke um mehr als 50 Prozent zu reduzieren oder den Ausstoß bei bestehender Kühlstrecke zu verdoppeln.

Bei Kryosys handelt es sich um eine Kombination aus dem neuen Wendelverteiler-Rohrkopf mit Schmelzekühlung und einer speziellen Rohrinnenkühlung. Präsentiert wurde das System in Kombination mit dem schnelllaufenden Extruder Rapidex.

Auf zwei weiteren Linien zeigten die Wiener Extruderbauer dann noch die Herstellung eines PEX-a-Rohres für Heißwasser- und Fernwärmerohre und den schnellen Dimensionswechsel bei der Herstellung von PO-Rohren. Beide Linien wurden ebenfalls in Kooperation mit Partnerunternehmen entwickelt.

Die gemeinsam mit der Firma LK-Pex entwickelte Rohrlinie mit neuartigem, im Gegensatz zur Rammextrusion leistungsstärkerem Verfahren zur Herstellung von PEX-a-Rohren schaffte mit dem konischen Doppelschneckenextruder Konos 63 und speziellem Rohrkopf bei einer Rohrdimension von 63 Millimeter einen Ausstoß von bis zu 120 Kilogramm pro Stunde.

Zum Einsatz kam ein PEX-Typ von Borealis, das mit Hilfe eines integrierten horizontalen Infrarotofens peroxidisch vernetzt wurde. Unser Stichwort aber gilt speziell für die neue Art der PO-Rohrfertigung. Weitere Informationen bekommen Sie wie immer über unsere Kennziffer.

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