Folie für den Weltraum

Knapp an Captain Kirk vorbei

In bis zu 40 Kilometer Höhe steigen die Stratosphärenballons der französischen Raumfahrtagentur CNES (Centre national d'études spatiales). Die aus Folien hergestellten Ballons sind daher auf besondere Materialeigenschaften und hohe Qualität angewiesen.

RKW Rémy produziert technische Hochleistungsfolien für die Stratosphärenballons der französischen Raumfahrtagentur CNES. © CNES/Prodigima

Mit Durchmessern bis 148 Metern und Volumen von 3000 bis 1 200 000 m3 stellte die Entwicklung der Hülle für den stratosphärischen Nulldruckballon (ZPB) oder den BSO (Ballon Stratosphérique Ouvert) die Experten am Standort Rémy der RKW-Group vor mehrere Herausforderungen. Es war eine sehr dünne Hochleistungsfolie für die Ballonhülle erforderlich, die absolut reiß- und perforationsfest ist. Außerdem musste die Folie unter den rauen Umgebungsbedingungen der Stratosphäre über mehrere Stunden oder Tage Gewichte bis 1750 Kilogramm tragen. Die dafür entwickelte und produzierte Folie besteht aus einem schlag- und durchstoßfesten Polyethylen-Harz. Die Verwendung von Zusatzstoffen wie Polymer-Verarbeitungshilfsmitteln kommt nicht in Frage, um Kontaminationen durch einen zweiten Rohstoff zu verhindern. Das erschwert den Extrusionsprozess.

RKW hat mehrere Hundert Meter der 15 bis 25 Mikrometer dünnen Folie verarbeitet, geschnitten und miteinander verschweißt, um die Ballonhülle mit Aufreißleiste und Entgasungshülsen herzustellen.

Die französische Weltraumbehörde CNES entwickelt und betreibt Stratosphärenballons wie den ZPB/BSO für eine Vielzahl von wissenschaftlichen Messungen. In bis zu 40 Kilometern Höhe transportiert der mit Helium gefüllte Ballon Instrumente, die unter anderem astronomische Missionen und In-situ-Messungen in der Stratosphäre durchführen, um deren Dynamik, Physik und Chemie zu untersuchen. Weitere Informationen zu den Ballon-Aktivitäten von CNES finden Sie unter: https://ballons.cnes.fr/fr

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