Folienstreckanlagen

Mehr Leistung und weniger Verbrauch

Wie sich die Effizienz von Folienstreckanlagen deutlich verbessern lässt. Folienhersteller und deren Bedienpersonal stehen vor wachsenden Anforderungen, wenn es darum geht, eine stabile und effiziente Produktion bei hoher Folienqualität sicherzustellen. Hier soll das Intelligent Line Management (ILM) ansetzen. Die integrierte Lösung, die Verarbeitern den Weg in die Smart Production und Industrie 4.0 ebnen soll, werde zur K in Düsseldorf präsentiert.

Mit dem Simultan-Streckverfahren Lisim (Linear Motor Simultaneous Stretching) können Bopa-Folien in hoher Qualität und mit günstigen Weiterverarbeitungseigenschaften hergestellt werden. (Bild: Brückner)

Im Mittelpunkt des Intelligent Line Managements (ILM) sieht Brückner eine neue Art der Anlagenbedienung, die statt der üblichen Maschinensicht die Prozesssicht in den Vordergrund stellt. Unterstützt wird dieses neue Bedienkonzept von einer zunehmenden Zahl an Assistenzsystemen.

Zu dem schon bisher eingesetzten Energie-Monitor zur Überwachung des Energieverbrauchs an allen Anlagenkomponenten entwickelt Brückner neue Werkzeuge und Assistenzsysteme zur Inline-Messung und direkten Beeinflussung entscheidender Kennwerte wie Temperatur, Trübung, Molekülorientierungswinkel, Dichte und Porosität. Für die Folienherstellung ergibt sich dadurch eine Reihe von Vorteilen, unter anderem die vereinfachte Anlagenbedienung aufgrund deutlich weniger einzustellender Prozessparameter und intuitive Benutzerführung sowie eine verbesserte Transparenz und Nachverfolgbarkeit von Produktionsdaten. Weitere Pluspunkte seien die gezielte Inline-Überwachung von Folieneigenschaften für eine gleichbleibend hohe Folienqualität und die erhöhte Anlagenverfügbarkeit durch kürzere Reaktionszeiten bei Störungen. Nicht zuletzt sollen sich höhere Effizienz, Produktivität und Flexibilität erreichen lassen dank der Assistenzsysteme „Schneller Produktwechsel“ oder „Energiemonitor“. Folienherstellern soll es dadurch erleichtert werden, überall auf der Welt gleichbleibend hohe Folienqualitäten zu produzieren, unabhängig von Umgebung, Tageszeit, Klimaverhältnissen und Witterungsbedingungen.

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Bopet-Anlagen mit mehr Arbeitsbreite
Die etablierte Arbeitsbreite für Anlagen zur Herstellung von biaxial verstreckter Polyester-Verpackungsfolie (Bopet) beträgt heutzutage 8,7 Meter. Zur K 2016 will Brückner – nach Unternehmensangaben weltweit erstmalig – ein 10,4-Meter-Konzept vorstellen. Damit sollen die Forderungen nach höherer Produktivität in der Bopet-Produktion erfüll werden: Die neuen Anlagen überzeugen demnach mit rund 20 Prozent mehr Ausstoßleistung bei Geschwindigkeiten bis 515 m/min. Folienproduzenten profitieren dabei von der Erfahrung des Anlagenbauers aus vielen Projekten mit über zehn Metern Arbeitsbreite, von geringeren spezifischen Produktionskosten sowie reduziertem Energieverbrauch und somit insgesamt verbesserter Profitabilität.

Im Mittelpunkt des Intelligent Line Managements steht eine neue Art der Anlagenbedienung, die statt der üblichen Maschinensicht die Prozesssicht in den Vordergrund stellt. (Bild: Brückner)

Ein neues Gleitsystem zum Querverstrecken der Folie in Bopp-Anlagen soll Geschwindigkeiten über 600 m/min ermöglichen. Gleichzeitig sei dank neu entwickelter Materialien der Schmiermittelverbrauch um mehr als 50 Prozent gesenkt worden. Das neue Design in Verbindung mit den neuen Materialien sei die Grundlage für niedrigere Produktionskosten. Zudem seien sie an bestehenden Hochleistungsanlagen nachrüstbar. Für mehr Anlagen-Effizienz sorge auch ein neues Wickler-Design. Durch Erhöhung des Wickeldurchmessers von bisher 1,55 auf 1,8 Meter können die Anlagen in Zukunft 40 Prozent mehr Wickellänge aufnehmen. Mehr Wickellänge bedeutet weniger Wickelwechsel und damit weniger Verschnitt, was Auswirkungen auf Produktivität, Umrüstzeiten und Energiebedarf der Gesamtanlage hat.

Höherer Ausstoß bei Simultan-Anlagen
Aufgrund des wachsenden Interesses der Märkte an Polyamid-Verpackungsfolie (Bopa) werden verschiedene Anlagentypen für diesen Folientyp angeboten. Das Simultan-Streckverfahren Lisim (Linear Motor Simultaneous Stretching) des Unternehmens erfreue sich einer verstärkten Nachfrage, denn damit können Bopa-Folien in hoher Qualität und mit guten Weiterverarbeitungseigenschaften hergestellt werden. Zur K sollen Lisim-Bopa-Anlagen mit einer Arbeitsbreite von 6,6 Metern statt der bisher üblichen 5,1 Meter präsentiert werden. Das steigere den Ausstoß um gut 30 Prozent und erhöhe damit die Produktivität erheblich.

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