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Präzise ExtrusionssteuerungHochdrucksensoren für extreme Temperaturen

Hohe Drücke bei der Kunststoffverarbeitung bis 400 Grad Celsius messen, in Zukunft eventuell bei noch höheren Temperaturen. (Bild: Fraunhofer IZM)

Eine exakte Druckkontrolle ist in vielen industriellen Prozessen erforderlich. Der SOI-Hochdrucksensor (Silicon-on-Insulator) des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM ermöglicht soll eine genaue Überwachung von Prozessen bei Temperaturen bis 400 Grad Celsius ermöglichen.

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Neue FiltertypenHochleistung für die Schmelzefiltration

Speziell für anspruchsvolle Extrusionsprozesse zur Herstellung von Folien, Platten und anderen Halbzeugen konzipierte Schmelzefilter und Filter für größere Durchsatzmengen stark verunreinigter Schmelzen sollen zur Fakuma präsentiert werden.

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Schmelzefilter

Mit der ab der Fakuma serienmäßig verfügbaren Baugröße ERF 500, ausgelegt für Durchsätze bis zu 5 t/h, wird diese besondere im Kunststoffrecycling etablierte Filterbaureihe nach oben ergänzt. Auch die neue Baugröße sei kompakt gebaut und erreiche wie die anderen Baugrößen bei bis zu 18 Prozent Schmutz- und Fremdstoffbelastung der Schmelze lange Filterstandzeiten. Die konstant hohe Filtrationsleistung führe zu hoher Produktqualität bei geringem Schmelzeverlust. Der ebenfalls erstmals auf der Fakuma präsentierte ECO-Schmelzefilter ist für den Einsatz besonders in der Folien- und Plattenextrusion konzipiert. Hierbei geht es häufig darum, in der Schmelze enthaltene vernetzte und hochmolekulare Materialanteile sowie Gele oder partielle Verunreinigungen effektiv zu entfernen – und das bei langen Filterstandzeiten. Ausgelegt für Verschmutzungsgrade bis 1,5 Prozent, ist dieser Filter in zwei Baugrößen mit 1000 oder 2500 kg/h Nenndurchsatz verfügbar. Er eigne sich neben der Filtration von Polyolefinschmelzen auch für leichtfließende Materialien wie PET und PA. Mit ihrer kompakten und platzsparenden Bauweise sollen sich beide Filtertypen auch in bestehende Extrusionslinien integrieren lassen.

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Zentrales Element sowohl der ERF- als auch der ECO-Schmelzefilter von Ettlinger ist ein rotierendes, mit konischen Bohrungen versehenes zylindrisches Filtersieb, verfügbar in abgestuften Filterfeinheiten. Beim Durchströmen mit Schmelze verbleiben die Verunreinigungen außen auf dem Filtersieb – neben festen Fremdstoffen, wie Holz- und Aluminiumpartikel oder Papier, sollen auch hochmolekulare und vernetzte Anteile, die aus erhöhter Temperaturbeanspruchung resultieren, sowie Gele sicher aus der Schmelze abgetrennt werden. Die gereinigte Schmelze im Inneren der Filtertrommel wird über ein Kanalsystem dem nachgeschalteten Werkzeug zugeführt. Gleichzeitig unterstützt die Drehbewegung der Filtertrommel den Mischeffekt und sorgt für möglichst gleichmäßige Bedingungen in der Schmelze.

Schmelzefilter

Ein Abstreifer reinigt das von einem Servomotor angetriebene, langsam rotierende Filtersieb bei jeder Umdrehung. Die von der Sieboberfläche abgehobenen Partikel werden kontinuierlich einer Austragsschnecke (beim ERF-Filter) oder einer neuartigen Austragswelle (beim ECO-Filter) zugeführt. Die Schmelzeverluste seien dank des kontinuierlichen Störstoffaustrags aufgrund der hohen Störstoffanreicherung von bis zu 70 Prozent im Austrag bei automatischem Betrieb gering.

Da ERF- und ECO-Filter während der Produktion eine konstant offene Filterfläche zur Verfügung stellen, arbeiten sie laut Anbieter prozesssicher und stabil; der Schmelzedruck nach dem Filter bleibe konstant und somit auch der Durchsatz. Erzielt werden demnach zugleich hohe Filterstandzeiten sowie lange, störungsfreie Produktionszeiten.

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